Neues Konjunkturboard zeigt eine robuste Wirtschaftslage im Kanton Zürich
04 Februar 2026 12:59
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(CONNECT) Das neue Konjunkturboard Zürich positioniert sich als neues Instrument, um die wirtschaftliche Lage im Kanton Zürich fundiert und aktuell einschätzen zu können. Am 4. Februar wurde laut einer Mitteilung die erste Konjunkturanalyse vorgestellt, die von nun an halbjährlich aktualisiert werden soll. Sie bezieht sich unter anderem auf die regelmässigen Konjunkturumfragen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Dabei bündelt sie auch noch weitere Konjunkturindikatoren, deren Daten sonst nur schwer zugänglich und kaum aufbereitet sind. Hinter dem Konjunkturboard stehen das kantonale Amt für Wirtschaft, die Zürcher Kantonalbank (ZKB) und die Zürcher Handelskammer (ZHK).
Die Konjunkturanalyse für das erste Quartal 2026 zeichnet ein robustes Bild. Im gesamtschweizerischen Vergleich zeigt sich der Kanton Zürich in Bezug auf wichtige Indikatoren leicht, aber konsequent positiver als die Gesamtschweiz. So war die Zürcher Wirtschaft auch weniger von den Turbulenzen rund um die US-Zölle betroffen. Als Grund wird ihre breit gefächerte Branchen- und Exportstruktur aufgeführt. Ein Einbruch der Exporte in die USA konnte durch andere Exportdestinationen weitgehend ausgeglichen werden.
Die Geschäftslage zeigt laut der Analysen eine Aufwärtsbewegung. Insbesondere die Baubranche und Finanzdienstleistungen beweisen Stabilität, während die Lage in der Industrie als angespannt beschrieben wird. Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in den vergangenen zwölf Monaten auch in manchen Bereichen der Fachkräftemangel leicht zurückgegangen. Die Fachleute rechnen damit, dass sich die Konjunktur sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt 2026 stabilisieren wird. Für 2026 wird von einem moderaten Wachstum des Bruttoinlandprodukts von real 1 bis 1,5 Prozent im Kanton ausgegangen.
„Das Konjunkturboard ist ein neues und wertvolles Instrument für den Standort Zürich, mit dem wir einen noch aktuelleren Überblick über konjunkturelle Entwicklungen erhalten“, wird Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zitiert. Für Unternehmen des Kantons bietet es gemäss ZHK-Direktor Raphaël Tschanz verständliche und kompakte Orientierung: „Das Konjunkturboard übersetzt zentrale Indikatoren in klare Botschaften und stärkt so die Planbarkeit. Damit lassen sich Trends und Handlungsoptionen frühzeitig erkennen“, so Tschanz.
Von der ZKB wird zudem der Netzwerk-Gedanke hervorgehoben, denn das Konjunkturboard Zürich bringe wichtige Akteure im Kanton Zürich zusammen. „Das Konjunkturboard schafft damit Transparenz und erleichtert den Dialog zwischen Realwirtschaft und Finanzwelt“, ist von ZKB-Chefökonom Martin Weder zu lesen. ce/yvh
