Zug stärkt Standortqualität mit Einnahmen aus OECD-Steuer

17 Mai 2024 11:33

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Zug - Der Kanton Zug will die Einnahmen aus der OECD-Mindeststeuer in Massnahmen zur Stärkung der Standortqualität investieren. Diese umfassen soziale Massnahmen, die Förderung der Infrastruktur sowie direkte Förderbeiträge für Firmen. Damit will Zug seine Attraktivität für Unternehmen sichern.

Die Schweiz hat auf Anfang 2024 die OECD-Mindeststeuer von 15 Prozent für international tätige Grossunternehmen eingeführt. Zug gehört zu den Kantonen, die dafür ihre Unternehmenssteuer anheben mussten. Er fürchtet daher, an Standortattraktivität einzubüssen. Der Regierungsrat hat daher beschlossen, die erwarteten Mehrerträge aus der Steuer in Höhe von 200 Millionen Franken in die Stärkung der Standortqualität zu investieren. 

Dazu gehören laut einer Mitteilung erstens soziale Massnahmen etwa zur Sicherung eines bedarfsgerechten Angebots an Kinderbetreuung, höhere Kantonsbeiträge für Privatschulen und Investitionen ins Wohnungswesen.

Zweitens will der Kanton zukunftsorientierte Projekte wie die Blockchain Zug Joint Research Initiative und die ETH Learning Factory Zug unterstützen.

Drittens sollen Unternehmen für Massnahmen in der Nachhaltigkeit und Innovation direkte Förderbeiträge erhalten. Für die Jahre 2026 bis 2028 sollen für solche Förderbeiträge 150 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Dafür sieht der Regierungsrat ein neues Gesetz über Standortentwicklung vor, das auf Anfang 2026 in Kraft treten soll.

„Insgesamt sollen die Massnahmen dazu beitragen, die Wettbewerbsposition des Kantons Zug als Wohn- und Wirtschaftsstandort trotz Einführung der Mindeststeuer zu sichern“, wird Finanzdirektor Heinz Tännler in der Mitteilung zitiert. ce/stk

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