Empa verbessert Feststoffbatterien
05 März 2026 12:57
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(CONNCET) Forschende der Abteilung Funktionspolymere an der Empa haben einen neuartigen Elektrolyten für Feststoffbatterien entwickelt. Er basiert auf einem synthetischen Polymer aus der Gruppe der Polysiloxane (Silikone), informiert die Empa in einer entsprechenden Mitteilung. Der Gruppe um Empa-Forscherin Dorina Opris ist es dabei gelungen, das eigentlich apolare Silikon zu einem guten Ionenleiter zu machen.
Der grosse Vorteil des neuen Elektrolyten liegt in seiner Elastizität. Bei herkömmlichen Feststoffbatterien besteht die Gefahr, das beim Abwandern der Elektronen aus der Anode Hohlräume entstehen, die die Kapazität der Batterie senken. Der von der Empa entwickelte Elektrolyt aus Silikon kann diese Hohlräume füllen, ist aber gleichzeitig fest genug, um den Aufbau von Dendriten zu verhindern. Solche baumartigen Strukturen aus Lithiumionen können in Batterien mit flüssigen Elektrolyten entstehen und zu Kurzschlüssen führen.
Neben der Verbesserung von Feststoffbatterien haben die Forschenden der Empa auch den Einsatz ihres Elektrolyts in flexiblen Batterien im Blick: „Heutige Batterien für medizinische Implantate, etwa für Herzschrittmacher, sind meist hart und unbequem für die Patientinnen und Patienten“, wird Opris in der Mitteilung zitiert. „Unser Polymer kann nicht nur als Elektrolyt, sondern auch als Bindematerial für die Kathode dienen.“ Derzeit arbeiten die Forschenden an der Verbesserung der Leitfähigkeit ihres Silikon-Elektrolyts. Gleichzeitig wird ein Industriepartner für die Kommerzialisierung der Technologie gesucht. ce/hs
