UNCTAD fordert Unterstützung für zirkuläres Unternehmertum

09 April 2024 14:57

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Genf - Gründerinnen und Gründer, die in der Kreislaufwirtschaft tätig sind, treiben den Wandel voran und brauchen Unterstützung. Das ist der Tenor eines neuen Berichts der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) mit dem Titel „Entrepreneurs riding the wave of circularity“.

In Städten auf der ganzen Welt fallen jährlich bis zu 2,3 Milliarden Tonnen fester Abfall an. Wenn mehr Unternehmen innerhalb der nächsten sechs Jahre die Kreislaufwirtschaft für diese Materialien einführen würden, könnten sie mehr als 7 Millionen Menschen beschäftigen und ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Billionen Dollar schaffen. Nun hat die in Genf ansässige UNCTAD einen Bericht mit dem Titel „Entrepreneurs riding the wave of circularity" (Geschäftsleute, die die Welle der Zirkularität reiten) veröffentlicht, in dem Unternehmen vorgestellt werden, die dieses Versprechen der Nachhaltigkeit einlösen könnten.

„Unternehmerinnen und Unternehmer sind nicht nur Wegbereiter. Sie sind Agenten des Wandels", wird Arlette Verploegh von der UNCTAD in einer Medienmitteilung zitiert. „Deren innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle fördern die Kreislaufwirtschaft und lösen einen Dominoeffekt in den Gemeinden sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus.“

In dem Bericht werden Unternehmen wie Kabadiwalla Connect aus Chennai, Indien, hervorgehoben. Dieses Cloud-Technologie-Unternehmen fördert die Abfallsammlung und -verarbeitung. Ebenfalls beispielhaft genannt wird das chilenische Start-up Algramo, das wiederverwendbare Behälter für Shampoo, Seife und Waschmittel herstellt. Auch Hello Tractor, ein in Kenia, Nigeria und Uganda tätiges Unternehmen, wird lobend erwähnt. Es unterstützt Landwirte dabei, Geräte gemeinsam zu nutzen.

Der UNCTAD-Bericht schlägt eine Reihe von politischen Optionen vor, um Unternehmen wie diesen zum Erfolg zu verhelfen: mehr private und öffentliche Zusammenarbeit, eine stärkere Koordinierung von Regierungspolitik und Geschäftspraktiken sowie der Dialog zwischen den verschiedenen Interessengruppen, um das Engagement für die Gemeinschaft zu verbessern und unbeabsichtigte Folgen neuer grüner Geschäftsaktivitäten zu verringern. Schliesslich fordert der Bericht mehr Bildungs- und Informationskampagnen für die Kreislaufwirtschaft, damit Verbrauchende und die Bevölkerung deren Bedeutung verstehen. ce/jd

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