Waldenburgerbahn fährt dank Stadler-Technik teilautomatisiert
30 Januar 2026 15:30
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(CONNECT) Das Bundesamt für Verkehr hat laut einer Mitteilung der BLT Baselland Transport AG grünes Licht für den teilautomatisierten Verkehr der Waldenburgerbahn (WB) auf der Strecke zwischen Liestal und Waldenburg gegeben. Dabei übernimmt das Zugsicherungssystem NOVA Pro das Fahren und das Bremsen. Fahrzeugführende sind weiter an Bord, überwachen den Betrieb und können bei Bedarf eingreifen.
NOVA Pro wurde von Stadler Rail an seinem Standort in Wallisellen entwickelt. Es ermöglicht den Informationsaustausch zwischen den Fahrzeugen und der Sicherungsanlage der Strecke. Es regelt die Geschwindigkeit, steuert die Bahnübergänge optimiert an und hält automatisch an der Haltestelle.
Die BLT mit Sitz in Oberwil hat die Infrastruktur der 13 Kilometer langen Strecke erneuert und eine neue Generation von Sicherungs- und Steuerungsanlagen installiert. Sie setzt auf der Strecke seit Ende 2022 zehn Kompositionen ein, die von Stadler in seinem Werk im spanischen Valencia gebaut worden sind. Zusätzlich will die Bahn in ihrem neuen Depot in Waldenburg ab Ende 2026 das Manövrieren der Fahrzeuge ohne Fahrpersonal ermöglichen.
Philipp Glogg nennt eine Reihe von Vorteilen der Teilautomatisierung „Der Fahrbetrieb wird gleichmässiger, ressourcenschonender und energieeffizienter. Die WB wird noch pünktlicher unterwegs sein“, wird der Chief Technical Officer der BLT in der Mitteilung zitiert. Damit könnten Verspätungen reduziert und zu frühe Abfahrten an Haltestellen verhindert werden.
Marc Trippel nennt das Projekt zukunftsweisend. „Für Stadler Signalling ist es ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung moderner, digitaler Zugsteuerungssysteme – und zugleich ein bedeutender Schritt für den automatisierten Bahnverkehr in der Schweiz“, wird der Executive Vice President Division Stadler Signalling zitiert. ce/ug
