Auch der Verband der Schweizer Förderstiftungen SwissFoundations wird von einer Geschäftsführerin – Jasmina Ritz – geleitet. Bild: zVg/SwissFoundations

Vier von zehn Schweizer Stiftungen werden von Frauen geführt

27 Mai 2026 10:20

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Basel/Zürich - Schweizer Stiftungen werden laut dem Stiftungsreport 2026 zu 41 Prozent von Frauen geführt, doch die Präsidien sind nur zu 14 Prozent weiblich besetzt. Das kumulierte Vermögen der Schweizer Stiftungen ist auf 159,6 Milliarden Franken angestiegen. Um ihre Wirkung zu erhöhen, setzen sie verstärkt auf strategische Partnerschaften.

(CONNECT) Der Schweizer Stiftungssektor verfügt laut dem Schweizer Stiftungsreport 2026 aktuell über ein Vermögen von 159,6 Milliarden Franken. Mit 85,7 Milliarden Franken entfällt der grösste Teil des Gesamtvermögens auf Stiftungen unter eidgenössischer Aufsicht. Weitere 73,9 Milliarden Franken werden von kantonalen Aufsichtsbehörden beaufsichtigt. 

Diese 17. Ausgabe des Stiftungsreports verdeutlicht auch die Struktur des Stiftungssektors: Das durchschnittliche Vermögen pro Stiftung beträgt 12,2 Millionen Franken. Da die weitaus meisten Stiftungen nicht über eine so hohe Summe verfügen, lässt sich laut einer Mitteilung daraus ableiten, dass einer grossen Zahl kleinerer Stiftungen eine vergleichsweise kleine Gruppe sehr vermögender Stiftungen gegenübersteht.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen den Angaben zufolge auch, dass viele Stiftungen ihre Förderung zunehmend systemisch ausrichten, statt ausschliesslich einzelne Projekte zu unterstützen. Damit, so die Autorinnen und Autoren des Reports, entwickle sich auch das Rollenverständnis der Stiftungen weiter: „Sie verstehen sich nicht mehr nur als Geldgeber, sondern zunehmend als zivilgesellschaftliche Akteure, die gesellschaftliche Herausforderungen wirksam adressieren wollen."

Ausserdem setzen Stiftungen verstärkt auf strategische Partnerschaften, um ihre Wirkung zu erhöhen. Als Beispiele dafür werden der Innovationsfonds für multimedialen Journalismus sowie der Media Forward Fund angeführt, die beide von Stiftungskonsortien getragen werden und sich gemeinsam für unabhängigen Journalismus und die Stärkung demokratischer Strukturen einsetzen. 

Bei der Diversität in Bezug auf Geschlchter zeigen die Ergebnisse, dass rund ein Drittel der Stiftungsratsmitglieder weiblich sind, aber mit 14 Prozent machen Frauen nur ein Siebtel auf der Präsidiumsebene aus. Dabei sind bei 41 Prozent der Fälle rund vier von 10 alle Geschäftsführungsposten weiblich besetzt. 

Der Schweizer Stiftungsreport wird jährlich vom Center for Philanthropy Studies der Universität Basel, von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen, und dem Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich publiziert. ce/mm

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