UZH ist an neuer ESA-Mission zu Biodiversität beteiligt
28 Mai 2026 09:46
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(CONNECT) Die ESA hat Ende Mai grünes Licht für die Hyperspectral Biodiversity Scout (HiBiDiS)-Mission gegeben. Dabei ist die Universität Zürich akademische Partnerin in einem internationalen Konsortium mit drei weiteren Partnern aus Industrie und Forschung: dem italienischen Raumfahrtunternehmen Sitael als Hauptauftragnehmer, der belgischen Firma Amos und dem ebenfalls belgischen Forschungsinstitut VITO.
„Dank der neuen Empyreum-Plattform wird HiBiDis Daten generieren, die bisher nicht verfügbar waren und somit neue Möglichkeiten für die Überwachung terrestrischer Ökosysteme eröffnen“, wird Sitael-CEO Chiara Pertosa in der ESA-Mitteilung zitiert. „Ich möchte unseren Partnern Amos für das hyperspektrale Instrument sowie VITO und der Universität Zürich für die Datenverarbeitung und den wissenschaftlichen Beitrag zur Mission danken.“
Der Satellitensensor wird die Erdoberfläche aus drei verschiedenen Blickwinkeln erfassen, erklärt die UZH in ihrem Bericht zur Mission. Dadurch kann erstmals zwischen Baumkronen und Unterholz unterschieden werden. Ziel ist es, die Biodiversität und die Funktionsweise von Waldökosystemen besser zu verstehen. Das UZH-Forschungsteam der Earth System Science Group am Geographischen Institut wird auf Basis seiner langjährigen Erfahrung in der Fernerkundung von Biodiversität wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten, die von HiBiDiS erhobenen Daten simulieren und sie validieren.
„Mit HiBiDiS haben wir die Möglichkeit, Biodiversität und Ökosystemprozesse unterhalb des Blätterdachs der Wälder global und systematisch zu beobachten und besser zu verstehen“, führt Maria J. Santos, UZH-Professorin für Erdsystemwissenschaften und Leiterin des wissenschaftlichen Beitrags zur ESA-Mission, weiter aus. „Damit können wir besser nachvollziehen, wie die Artenvielfalt im Unterholz Ökosystemen hilft, mit Klimawandel und menschlichen Eingriffen umzugehen.“ ce/mm
