Umwelt-DNA liefert Daten zur Artenvielfalt in Flüssen

29 Juni 2026 10:49

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Zürich/Kunming – Forschende der Universität Zürich und aus China haben in einer Studie DNA-Daten von nahezu 2000 Probestellen in 113 Flusssystemen auf fünf Kontinenten untersucht. Die analysierte Umwelt-DNA weist nach, welche Arten in einem Gewässer vorkommen.

(CONNECT) Die Studie A unified analysis of global riverine eDNA reveals common associations of fish biodiversity with drainage characteristics von Forschenden der Universität Zürich (UZH) und der Yunnan-Universität im chinesischen Kunming hat die globale Biodiversität von Flüssen untersucht, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

An rund 2000 Probestellen in 113 Flusssystemen auf fünf Kontinenten analysierten die Forschenden DNA-Spuren aus Wasserproben, um nachzuweisen, welche Arten in einem Gewässer vorkommen. Mithilfe dieser neuartigen Methode der Umwelt-DNA (eDNA) untersuchten sie, wie lokales Klima und menschliche Aktivitäten die Biodiversitätsmuster in Flussökosystemen beeinflussen. 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Artenvielfalt in wärmeren Regionen mit zunehmender Grösse des Flusseinzugsgebiets stärker zunimmt als in kälteren Regionen. Menschliche Aktivitäten in diesen Flusssystemen schwächen diesen positiven Zusammenhang jedoch deutlich ab. „Wir haben festgestellt, dass die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten regional variieren und daher angepasste Schutzmassnahmen erfordern", wird Studienleiter Florian Altermatt zitiert, Professor für Gewässerökologie an der UZH und dem Wasserforschungsinstitut Eawag.

Hintergrund der eDNA ist die Notwendigkeit grosser Datenmengen für die Biodiversitätsforschung, so Altermatt. Diese seien notwendig, um wirksame Umweltpolitik und nachhaltige Schutzmassnahmen auch für abgelege Regionen zu entwickeln, heisst es in der Mitteilung. Im Gegensatz zu klassischen Methoden wie Kiemennetzen oder der Elektrofischerei ist die eDNA-Methode weniger invasiv und kommt ohne den Fang von Fischen zu Forschungszwecken aus. ce/ja

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