Tech-Industrie sieht erste Lichtblicke

02 März 2026 15:38

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Zürich - Die Umsätze in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie haben 2025 stagniert. Exportverluste in den USA und Asien wurden durch Gewinne in der EU kompensiert. Die Stimmung in der Tech-Branche hellt sich langsam auf, zeigt eine Umfrage von Swissmem unter ihren Mitgliedern.

(CONNECT) Die Umsätze in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie haben laut einer Mitteilung des Branchenverbandes Swissmem mit -0,3 Prozent 2025 praktisch stagniert. Auf ein erstes Halbjahr mit einem Rückgang von 2,5 Prozent folgten ein Plus von 3,0 Prozent im dritten und von 1,1 Prozent im vierten Quartal.

Ähnlich die Entwicklung beim Auftragseingang: Dieser lag im ersten Halbjahr um 1,4 Prozent über dem Vorjahreshalbjahr, während er im dritten Quartal um 5,4 Prozent und im vierten um 5,0 Prozent über dem Vorjahresquartal lag. Auch die Kapazitätsauslastung erholte sich im vierten Quartal leicht auf 81,5 Prozent. Sie liegt damit noch deutlich unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 85,6 Prozent.

Die Güterexporte der Branche wuchsen 2025 nur leicht um 0,7 Prozent. Dabei gingen die Exporte in die USA um 7,6 Prozent zurück. Die nach Asien sanken um 2,9 Prozent. Dabei schlug vor allem der Rückgang der Exporte nach China um 11,2 Prozent zu Buche. Die Exporte nach Japan dagegen stiegen um 7,4 Prozent.

Die Exporte in die EU dagegen wuchsen um 3,5 Prozent und kompensierten damit die Verluste in den anderen Regionen. Besonders stark, nämlich um 21,6 Prozent, stiegen die Exporte nach Spanien. Die Exporte nach Österreich nahmen um 12,6 Prozent, nach Italien um 5,3 Prozent und nach Frankreich um 1,9 Prozent, die in den grössten Markt Deutschland um 1,2 Prozent zu. Auch die Exporte nach Grossbritannien stiegen um 4,8 Prozent.

Die Stimmung in der Branche verbessert sich laut der Umfrage von Swissmem unter den Mitgliedern leicht. 32 Prozent rechnen mit zunehmenden Aufträgen, 23 Prozent mit einem Rückgang. 88 Prozent der Mitglieder haben in den vergangenen drei Jahren in der Schweiz investiert. Sie schätzen hier die Verfügbarkeit von Fachkräften, den Arbeitsmarkt und die regulatorischen Rahmenbedingen.

Swissmem-Präsident Martin Hirzel spricht von einem verlorenen Jahr für seine Branche. „Die Unternehmen haben sich angesichts des brutalen Umfeldes mit horrenden US-Zöllen und weltweiter Zurückhaltung bei Investitionen aber sehr gut geschlagen“, wird er in der Mitteilung zitiert. ce/ug

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