Taiho Oncology und das Biotech-Unternehmen Araris können eine Klinische-Phase-1-Studie beginnen. Symbolbild: Tima Miroshnichenko/Pexels

Taiho Oncology und Araris starten klinische Phase 1

28 April 2026 13:00

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Baar ZG/Au ZH/Tokio - Araris und Taiho bringen das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat in eine klinische Studie, das auf der Araris-Plattform AraLinQ entwickelt wurde. Es ist für die selektive Abtötung von B-Zell-Malignomen konzipiert, eine der häufigsten Krebserkrankungen des lymphatischen Systems.

(CONNECT) Die in Baar ansässige Europa-Tochter Taiho Oncology des Tokioter Pharmakonzerns Taiho und das von ihm im März 2025 übernommene Biotech-Unternehmen Araris aus Au können eine Klinische-Phase-1-Studie beginnen. Wie sie jetzt bekanntgeben, hat die Federal Drug Administration (FDA), die Zulassungsbehörde der USA, den Weg dafür frei gemacht. Geprüft wird das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (Antibody Drug Conjugate, ADC) mit dem Studiennamen ARC-02 zur Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen. Es soll diese bösartigen B-Zell-Malignome selektiv bekämpfen und abtöten.

Dies ist die erste klinische Studie eines Wirkstoffs, der unter Verwendung der Araris-Plattform AraLinQ entwickelt wurde und markiert Taihos Einstieg in die klinische Entwicklung von ADCs für die Onkologie. Der Eintritt des ersten Antikörper-Wirkstoff-Konjugats in die klinische Phase unterstreicht nach den Worten von Dr. Fabio Benedetti, Global Chief Medical Officer von Taiho Pharmaceutical, „den kontinuierlichen Ausbau der onkologischen Entwicklungskompetenzen der Taiho-Gruppe. Diese erste klinische Studie ermöglicht es uns, ARC-02 an Patienten zu evaluieren und Daten zu generieren, die sowohl die Weiterentwicklung von ARC-02 als auch unserer ADC-Plattform unterstützen.“

Die firmeneigene Linker-Technologie von Araris, die den Antikörper an den Wirkstoff bindet, ist aussergewöhnlich stabil. Nach der Aufnahme in eine Krebszelle kann der Linker leicht gespalten werden, um den Wirkstoff freizusetzen. Ausserdem sind die Araris-Linker hydrophil, daher verklumpen sie in wässrigen Lösungen wie Blut nicht. Zudem können sie einzigartige Verzweigungsstrukturen aufweisen. Dies ermöglicht die Herstellung von ADCs, die mehrere verschiedene Wirkstoffe transportieren können.

AraLinQ gestattet laut Taiho die einstufige Herstellung von ADCs unter Verwendung handelsüblicher, nativer oder gentechnisch veränderter Antikörper. Das Verfahren bezeichnet das Unternehmen als schnell, kostengünstig und problemlos skalierbar. ce/mm 

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