Swissolar fordert verbesserte Rahmenbedingungen
10 Juli 2026 10:44
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(CONNECT) Der Ausbau der Photovoltaik hat in der Schweiz 2025 an Tempo verloren. Die Neuinstallationen gingen gemäss einer Mitteilung des Fachverbands Swissolar gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent zurück. Es ist der erste Rückgang seit 2017.
Die insgesamt installierte Photovoltaikleistung stieg dennoch auf 9,5 Gigawatt. Die Anlagen produzierten 2025 knapp 8 Terawattstunden (TWh) Strom und deckten fast 14 Prozent des Endverbrauchs. Solarstrom lieferte den grössten Anteil an den insgesamt 10,3 TWh Strom aus neuen erneuerbaren Energien ohne Wasserkraft.
Im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bundes wurde für neue erneuerbare Energien bis 2035 eine Produktion von 11,4 TWh angestrebt. Laut Swissolar dürfte dieses Zwischenziel bereits 2026 erreicht werden.
Deutlich gewachsen ist der Markt für Batteriespeicher. 2025 kamen 490 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität hinzu, 70 Prozent mehr als 2024. Ende 2025 waren über 93'000 Batteriespeichersysteme installiert, 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihre Gesamtkapazität betrug 1380 MWh.
Swissolar führt den Rückgang beim Photovoltaikzubau auf Unsicherheiten in der Energie- und Strompolitik sowie auf veränderte Bedingungen am Strommarkt zurück. Durch die wachsende Solarstromproduktion seien die Preise im Sommer tagsüber gesunken, während Strom morgens, abends und im Winter teurer sei.
Der Verein verweist zugleich auf neue, bislang zu wenig etablierte Instrumente für Eigenverbrauch und lokalen Strom. Er fordert Verbesserungen bei lokalen Strommodellen, stärkere Anreize für neue Photovoltaikanlagen sowie dynamische Tarife und einheitliche Datenstandards für Batteriespeicher. ce/as