Südafrika will Bergbau kreislauffähig machen

21 Mai 2024 14:39

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Pretoria - Die neue südafrikanische Initiative Circular Minerals and Metals soll die Bergbauindustrie kreislauffähiger machen. Die Initiative wird Forschende, Branchenführer und andere Personen zusammenbringen, die mehr Materialien und Produkte im Bergbau und in der Metallindustrie wiederverwenden und -verwerten wollen.

Südafrika hat eine neue Initiative zur Schaffung und Ausweitung der Kreislaufwirtschaft in der Mineralien- und Metallindustrie gestartet, die South African Circular Minerals and Metals Initiative (SACMMI) - Kreislaufwirtschaft für Mineralien und Metalle. Das Ministerium für Wissenschaft und Innovation der südafrikanischen Regierung hat die SACMMI-Initiative zur Förderung der Wiederverwendung von Ressourcen im grossen Bergbausektor des Landes laut einer Mitteilung auf einer Pressekonferenz in Pretoria vorgestellt. Das Mandela Mining Precinct, ein öffentlich-privates Projekt von Regierung, Bergbauunternehmen und Herstellern von Bergbauausrüstung, das die Nachhaltigkeit in der Branche fördern soll, wird die Initiative SACMMI durchführen.

„Als eine auf der Gewinnung von Rohstoffen basierende Industrie wurde der Bergbausektor oft von den Diskussionen über die Kreislaufwirtschaft ausgeschlossen“, heisst es in einer Medienmitteilung vom Ministerium für Wissenschaft und Innovation. Beamte des Ministeriums ergänzten, dass Bergbauunternehmen traditionell einem Geschäftsmodell folgen, das auf „Herstellung, Abfall und Entsorgung“ beruht, wodurch Werte verloren gehen und Treibhausgase ausgestossen werden, die den Klimawandel fördern. Kreislaufwirtschaftliche Prinzipien könnten diese Probleme jedoch erheblich verringern. „Laufende Forschungen zeigen, dass die Kreislaufwirtschaft dem Bergbau beträchtliche Möglichkeiten bietet, etwa beim Risikomanagement oder der Diversifizierung der Quellen von Mineralien und Metallen“, so die Autoren.

Die Idee für SACMMI entstand erstmals im Weissbuch 2019 der südafrikanischen Regierung zu STI (Science, Technology and Innovation). Das stellt darauf ab, ein wohlhabenderes und inklusiveres Land zu schaffen und gleichzeitig Innovation und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern sowie den Kohlenstoffausstoss zu verringern.

„Die Kreislaufwirtschaft ist kein nice to have. Sie ist auch keine Umweltagenda“, wird Linda Godfrey, Professorin am Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung, in einem Interview mit „Engineering News" zitiert. „Sie ist ein soziales, wirtschaftliches und ökologisches Gebot für jedes Land, das mit einer zunehmenden Ressourcenknappheit konfrontiert ist.“ ce/jd 

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