Stadtwerk Winterthur steigert Gewinn auf 36 Millionen Franken
11 Mai 2026 14:32
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(CONNECT) Mit einem Gesamtumsatz von 293 Millionen Franken und einem Betriebsgewinn von 36 Millionen Franken schliesst das Stadtwerk Winterthur das Geschäftsjahr 2025 mit starkem Wachstum ab. 2024 wurden zwar 311 Millionen Franken umgesetzt, mit 26 Millionen Franken jedoch ein geringerer Gewinn als im Folgejahr erzielt. Ein Grund für die Steigerung 2026 liegt laut einer Mitteilung in der kühlen Witterung zu Beginn und Ende des Jahres, ein weiterer darin, dass das Stadtwerk Gas zu guten Konditionen einkaufen konnte. Auf das positive Ergebnis zahle auch ein, dass eine Beteiligung in erneuerbare Energieproduktionen an Wert gewachsen sei.
Im aktuellen Geschäftsbericht wird ausgeführt, dass das Jahr stark geprägt worden ist durch die Umsetzung der neuen Stromgesetzgebung. Diese zielt darauf ab, erneuerbare Energien auszubauen und Versorgungssicherheit zu stärken. In diesem Zusammenhang stehen die Bildung von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) sowie zwei neue Langfristverträge in Bezug auf hochalpinen Solarstrom der Grossanlagen Sedrun Solar sowie Sidenplangg.
Als schweizweit erste Lösung ihrer Art wird ein saisonal abhängiges Rückspeisevergütungsmodell beschrieben, das 2025 beschlossen und seit dem neuen Jahr in Kraft ist. Es soll Produzierenden mit eigener Solarstromanalage ermöglichen, den Konsum zu optimieren.
Die Strategie, den Anteil an Erdgas zu verringern und Wärmenetze auszuweiten, zeigt sich in der Erneuerung der Kehrichtverwertungsanlage, für die nun das Baubewilligungsgesuch eingereicht worden ist. Desweiteren soll die Abwasserreinigungsanlage erneuert und ausgebaut werden. Die Stimmbevölkerung wird am 14. Juni über die Investition von 293 Millionen Franken entscheiden.
Die Elektrifizierung vieler Bereiche brachte dem Stadtwerk 2025 auch einen erhöhten Stromverbrauch und eine höhere Netzbelastung. Als direkte Antwort wurden in Winterthur die Unterwerke Tössfeld und Grüze verstärkt. ce/yvh