Stadt Zürich will Gasverbrauch deutlich senken
02 Juli 2026 10:58
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(CONNECT) Mit der Überarbeitung ihrer Gasstrategie aus dem Jahr 2021 will die Stadt Zürich das Verbrennen von Erdgas reduzieren und dem Netto-Null-Ziel bei Kohlendioxidemissionen bis 2040 nahekommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll Gas nur noch dort verwendet werden, wo die Nutzung anderer erneuerbarer Energieträger technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist.
Dies gilt zum Beispiel für Hochtemperaturanwendungen in der Industrie oder für die Spitzenlastdeckung der Fernwärme. Dazu heisst es in einer weiteren Mitteilung, dass die Fernwärme aus dem Seewasserverbund CoolCity künftig das bestehende Gasverteilnetz ablösen soll. Dazu erschliesst das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) in den kommenden Jahren verschiedene Gebiete der Innenstadt, so zwischen Hauptbahnhof, Schanzengraben und Bürkliplatz. Gemäss einem Beschluss des Stadtrats soll im Anschluss an die Fernwärmeerschliessung die Gasversorgung für Heizen, Warmwasser und Kochen je nach Standort zwischen 2033 und 2035 eingestellt werden. Die Fernwärme wird als Quelle die Seewärme des Zürichsees nutzen. Zusätzlich kann zum Kühlen von sommerlichen Räumen Fernkälte aus Seewasser bezogen werden.
„Im sehr dicht bebauten Gebiet der Innenstadt lassen sich dezentrale erneuerbare Lösungen wie Wärmepumpen meist nicht realisieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Seewasserverbund CoolCity bietet die Stadt den Gebäudeeigentümerschaften eine zuverlässige und klimafreundliche Wärmeversorgung, die den Vorgaben des kantonalen Energiegesetzes entspricht. Die Ablösung von Gas durch lokale Fernwärme erhöht ausserdem die Versorgungssicherheit und trägt zum städtischen Netto-Null-Ziel bei.“
Die aktuellen Pläne ergänzen die bereits beschlossenen Zeitpläne für die Ablösung des Gasverteilnetzes, so unter anderem für Altstetten-Nord. Eigentümer und Verwaltungen werden in den kommenden Wochen über den Umbau informiert. Des Weiteren werden Fördergelder zur Verfügung gestellt. ce/ww