SPIN warnt vor Stagnation bei molekularen Energiespeichern
29 Januar 2026 15:32
Partner
(CONNECT) Die Zahl von Anlagen zur Herstellung von Wasserstoff und anderer synthetischer Energiespeicher aus erneuerbaren Energien ist in den vergangenen Jahren in der Schweiz auf 16 gestiegen. Die Anlagen haben laut einer Mitteilung zusammen eine installierte Kapazität von 17 Megawatt.
Die Angaben sind das Ergebnis einer Marktanalyse, die im Rahmen des Swiss Power-to-X Project Tracker durchgeführt worden ist, einer gemeinsamen Initiative der Coalition for Green Energy & Storage (CGES) und des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN). Seit 2018 wurden insgesamt 75 Millionen Franken in die Technologien zur Speicherung von erneuerbaren Energien in molekularen Energieträgern investiert.
Für die Zeit bis 2032 sind weitere 30 Anlagen angekündigt worden. Damit würden die Investitionen auf insgesamt 400 Millionen Franken und die installierte Kapazität auf 56 Megawatt wachsen. Rund 35 Prozent der angekündigten Projekte wollen Wasserstoff herstellen, 31 Prozent Methanol, 21 Prozent Methan und 13 Prozent synthetische Flugtreibstoffe. Von den bestehenden Anlagen stellen 71 Prozent Wasserstoff her, die übrigen Methan.
SPIN weist aber darauf hin, dass nur sieben angekündigte Projekte bereits eine endgültige Investitionsentscheidung erhalten haben. Die Projekte werden oft durch Unsicherheiten beim Marktdesign, bei der Regulierung und generell der Planungssicherheit gebremst. „Für kapitalintensive Anlagen, die einen Investitionshorizont von 15 bis 20 Jahren erfordern, stellen solche Unsicherheiten ein entscheidendes Hindernis dar“, schreibt SPIN in der Mitteilung. SPIN vertritt die Interessen von Unternehmen und Organisationen entlang der ganzen Wertschöpfungskette in der Produktion und Distribution molekularer Energiespeicher. ce/ug