V.l.n.r.: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, ARA Vorstand Harald Hauke, Kurt Bernegger jun., TriPlast Geschäftsführer, Laurent Auguste, CEO Der Grüne Punkt und Thomas Stelzer, Landeshauptmann Oberösterreich. Bild: Hermann Walkolbinger/zVg ARA AG

Sortieranlage TriPlast nimmt Betrieb auf

02 Juli 2024 14:35

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Ennshafen - ARA, Bernegger und Der Grüne Punkt haben im oberösterreichischen Ennshafen Sortieranlage für Leichtverpackungen in Betrieb genommen. TriPlast kann jährlich rund 100'000 Tonnen Verpackungen aus Kunststoff und Metall sortieren und der Kreislaufwirtschaft zuführen.

Nach knapp einjähriger Bauphase und einem mehrmonatigen Probelauf hat Triplast in Ennshafen den regulären Betrieb aufgenommen. Am 28. Juni wurde „Europas modernste Sortieranlage für Leichtverpackungen“ offiziell eingeweiht, informieren die Eigentümer ARA, Bernegger und Der Grüne Punkt in einer gemeinsamen Mitteilung. „Mit unserer strategischen Partnerschaft und dem grenzüberschreitenden Joint Venture rüsten wir Österreich und die EU für die Recyclingquoten ab 2025“, wird ARA-Vorstandssprecher Harald Hauke dort zitiert. „TriPlast schafft unglaubliche 20 Tonnen pro Stunde und ist dreimal so gross wie bestehende Anlagen in Österreich.“

Die Anlage mit einer Jahreskapazität von 100'000 Tonnen kann rund die Hälfte aller in Österreich anfallenden Leichtverpackungen aus Kunststoff und Metall sortieren. Sie werden für die Weiterverarbeitung zu Rezyklat aufbereitet, das zur Herstellung neuer Verpackungen oder anderer Produkte verwendet werden kann. Die österreichische Klimaschutzministerin Leonore Gewessler bezeichnete TriPlast in ihrer Ansprache an der Eröffnung als wichtigen Baustein für die österreichische Kreislaufwirtschaft.

Kurt Bernegger ging in seiner Ansprache auf weitere Vorteile der Anlage ein. „Der Standort am oberösterreichischen Ennshafen erlaubt eine trimodale Anbindung per LKW, Schiene und Schiff“, so der Geschäftsleiter der Bernegger GmbH. „Der Anlagenverbund am Standort ermöglicht eine autarke Versorgung mit nachhaltiger Energie.“ Nach Ansicht von Landeshauptmann Thomas Stelzer werden neben der Umwelt auch der Arbeits- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich vom Projekt profitieren. Den Angaben zufolge hat TriPlast bereits mehr als 60 neue Arbeitsplätze geschaffen. ce/hs

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