Schweizer Zucker AG will Rübenanbau klimafreundlicher machen
09 April 2026 14:54
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(CONNECT) Die in Frauenfeld ansässige Schweizer Zucker AG will Treibhausgase einsparen, die im Zuckerrübenanbau anfallen. Basis dafür sind die Ergebnisse einer Studie, die der einzige Schweizer Zuckerproduzent mithilfe des World Climate Farm Tool von bio.inspecta durchführen liess. Dieses Instrument wird eingesetzt, um den CO2-Fussabdruck in der Landwirtschaft zu berechnen. An der Studie nahmen 237 Betriebe aus der Schweiz und 29 aus Deutschland teil.
In einer Mitteilung bezeichnet Schweizer Zucker die Erkenntnisse daraus als „sehr aufschlussreich“. Demnach förderten sie zutage, dass Emissionen aus dem Dünger den grössten Anteil am Treibhausgas-Fussabdruck der Zuckerrübe ausmachen. Dazu gehören einerseits die Emissionen aus der Herstellung des Mineraldüngers, andererseits Lachgasemissionen auf dem Feld, die durch die Ausbringung des Düngers entstehen. An zweiter Stelle folgen die Emissionen aus dem Treibstoff für die Traktoren und Erntemaschinen.
Eigenen Angaben zufolge ist Schweizer Zucker nun dabei, zusammen mit motivierten Rübenpflanzern Massnahmen hinsichtlich Dünger und Treibstoff umzusetzen. Dabei seien die positiven Erfahrungen mit dem synthetischen HVO100-Diesel hilfreich, die Rübenroder im vergangenen Jahr gesammelt hätten. Dieser mit modernen Dieselmotoren vollkompatible Treibstoff wird aus pflanzlichen Abfall- und Reststoffen hergestellt und reduziert CO2 um bis zu 90 Prozent, Feinstaub um etwa 33 Prozent und Stickoxide um zirka 9 Prozent.
Bei der Verarbeitung von Zuckerrüben hat Schweizer Zucker etwa Anfang der 2000er-Jahre komplett von Heizöl auf Erdgasfeuerung umgestellt, heisst es in der Mitteilung. In jüngster Zeit seien mit dem Holzheizkraftwerk in Aarberg BE oder der Bioenergie in Frauenfeld Meilensteine bei der Bereitstellung erneuerbarer Energien erreicht worden. ce/mm