Schweizer Fintech-Sektor wächst wieder

10 März 2023 13:02

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Rotkreuz ZG - Die Zahl der Unternehmen im Schweizer Fintech-Sektor ist 2022 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent gestiegen. Das grösste Wachstum verzeichneten die Produktbereiche Investment Management und Bankinfrastruktur. Das zeigt die diesjährige Fintech-Studie der Hochschule Luzern.

Der Fintech-Sektor in der Schweiz ist wieder auf Wachstumskurs. Seit 2015 hatte er jährlich zwischen 6 und 18 Prozent zugelegt, mit einer Ausnahme: 2021 ist er zum ersten Mal eingebrochen, nämlich um 5 Prozent. Im Vergleich dazu legte er 2022 wieder um 14 Prozent zu. Das verdeutlicht die IFZ FinTech Study. Sie wurde von der Hochschule Luzern (HSLU) in diesem Jahr bereits zum siebten Mal erstellt. Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der HSLU hat seinen Sitz in Rotkreuz.

Laut ihrer zusammenfassenden Medienmitteilung verzeichneten die Produktbereiche Investment Management und Bankinfrastruktur die grössten Zuwächse. Zudem lasse sich im Schweizer Fintech-Markt auch ein Trend zur Nachhaltigkeit feststellen: 7,3 Prozent aller Unternehmen setzten auf entsprechende Produkte und Dienstleistungen.

Seit 2017 erstellt das Studienteam auch ein FinTech-Hub-Ranking. Bei der dabei ermittelten Qualität der Rahmenbedingungen für Fintechs lag Singapur von Anfang an mit beträchtlichem Abstand vorn und hat ihn 2022 weiter ausgebaut. Doch aktuell folgen auf Platz 2 und 3 Zürich und Genf. Stockholm auf Platz 4 komplettiert die europäische Verfolgergruppe. Insgesamt werden jährlich 35 Finanzplätze auf der ganzen Welt untersucht.

Zudem stellt die Studie fest, dass die Zahl der Finanzierungsrunden 2022 zwar leicht abgenommen hat. Aber die investierte Gesamtsumme ist um 36 Prozent gestiegen. Doch obwohl sich die Schweiz dem globalen Abwärtstrend bei den Finanzierungsaktivitäten laut Studienleiter Thomas Ankenbrand „weitgehend entziehen konnte, wurde auch hierzulande der Zugang zu finanziellen Mitteln für Fintech-Unternehmen im Durchschnitt schwieriger“. mm

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