Schweiz und Portugal wollen wissenschaftliche Zusammenarbeit intensivieren
10 Oktober 2025 12:01
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(CONNECT) Bundesrat Ignazio Cassis hat sich in Lissabon mit seinem Amtskollegen Paulo Rangel, dem portugiesischen Aussenminister, zu bilateralen Gesprächen getroffen. Rangel unterstrich in diesem Rahmen laut einer Mitteilung des Bundes das portugiesische Interesse an einem vertieften bilateralen Austausch, insbesondere im Bereich Forschung und Innovation. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern, die sich bereits positiv entwickeln, sollen dabei besonders im IT-Sektor und bei Erneuerbaren weiter ausgebaut werden. Mit der Assoziierung der Schweiz am EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe, das auf Innovation in den Bereichen Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und EU-Wettbewerbsfähigkeit fokussiert, wird die schweizerisch-portugiesische Zusammenarbeit auch auf europäischer Ebene intensiviert, so die Mitteilung.
Auf geopolitischer Ebene informierte Cassis seinen portugiesischen Gesprächspartner Rangel über die Vorbereitungen der Schweiz auf ihren Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 2026. Beide begrüssten ausserdem die Umsetzung der ersten Phase des Nah-Ost-Friedensprozesses des amerikanischen Präsidenten sowie Bemühungen zum Wiederaufbau der Ukraine.
Die starken schweizerisch-portugiesischen Beziehungen beruhen dabei auf der grossen portugiesischen Gemeinschaft in der Schweiz, die rund 225'000 Personen umfasst und damit die drittgrösste Ausländergruppe ist. Der Stellenwert des Portugiesischen in der Schweiz, das nach Englisch die am zweitmeisten gesprochene Fremdsprache ist, wurde durch ein Treffen von Bundesrat Cassis mit der Exekutivsekretärin der Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder (CPLP), bewiesen. Im Rahmen des Treffens mit Botschafterin Maria de Fátima Monteiro Jardim überreichte Cassia ein offizielles Gesuch der Schweiz um Aufnahme als assoziierter Beobachterstaat der CPLP. ce/ja