Schweiz startet sechs neue Nationale Forschungsschwerpunkte

02 Februar 2026 09:42

Partner

Bern - In der Schweiz sollen bis 2029 sechs neue Forschungsschwerpunkte bearbeitet werden. Mit einem entsprechenden Beschluss will das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Forschung und Innovation in strategischen Bereichen vorantreiben. Die Vorhaben werden vom Bund mit 98,7 Millionen Franken unterstützt.

(CONNECT) Der Bundespräsident Guy Parmelin hat als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Lancierung von sechs neuen Nationalen Forschungsschwerpunkten beschlossen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen diese Forschungen in Medizin und Naturwissenschaften in einer ersten Phase bis 2029 mit 98,7 Millionen Franken unterstützt werden.

Die Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) resultieren aus einer 2023 gestarteten Ausschreibung. Dabei hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 75 eingereichte Vorschläge wissenschaftlich geprüft. Die Forschungsschwerpunkte werden an den Universitäten Basel, Bern, Lausanne, Zürich sowie an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) sowie dem Paul Scherrer Institut (PSI) eingerichtet.

Im Einzelnen handelt es sich um den NFS Children & Cancer zur Optimierung der Behandlung krebskranker Kinder an den Universitäten Zürich und Lausanne. Dieser wird mit 16,99 Millionen Franken unterstützt. Der NFS CLIM+ zu Klimawandel und -extremen an der ETH und der Universität Bern wird mit 16,88 Millionen Franken unterstützt. Der NFS Genesis beschäftigt sich an der ETH und der Universität Lausanne mit der Frage des Ursprungs des Lebens auf der Erde und möglichem Leben im Universum (16,99 Millionen Franken).

Der NFS Muoniverse forscht am PSI und an der Universität Zürich zur interdisziplinären Grundlagen- und angewandten Forschung zu Myonen, gefördert mit 14,26 Millionen Franken. Beim NFS Precision handelt es sich um ein umfassendes Forschungsprogramm zu Präzisionsmessungen mit Fokus auf die physikalischen Grössen Zeit und Frequenz an der ETH und der Universität Basel, gefördert mit 16,97 Millionen Franken. Mit der Entwicklung neuer Trenntechnologien (Chemie) und Optimierung des Technologietransfers in die Industrie beschäftigt sich der NFS Separations an der EPFL und wird mit 16,59 Millionen Franken gefördert.

Die Geistes- und Sozialwissenschaften erhalten gemäss eines Entscheids des WBF Mittel aus einem einzurichtenden Sonderfonds. Damit soll ein „kompetitives Auswahlverfahren" realisiert werden, „um die wissenschaftliche Vielfalt zu stärken". ce/ww

Meinungen

Ältere Ausgaben