Schäden durch Borkenkäfer haben zugenommen

19 April 2024 11:51

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Limmatstadt

Birmensdorf ZH - Die Schäden durch Borkenkäfer haben 2023 in den Schweizer Wäldern weiter zugenommen. Das Gesamtvolumen des befallenen Fichtenholzes ist nach Angaben der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald , Schnee und Landschaft um 10 Prozent gestiegen.

Borkenkäfer haben im Fichtenbestand der Schweizer Wälder 2023 grosse Schäden angerichtet. Experten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald , Schnee und Landschaft (WSL) sowie deren Fachstelle für Waldschutzfragen, Waldschutz Schweiz, gehen laut einer Medienmitteilung von einer Erhöhung des geschätzten Gesamtvolumens des vom Buchdrucker befallenen Fichtenholzes um etwa 10 Prozent aus. In der Schweiz werden Fichten vor allem vom Buchdrucker befallen, einer zur Borkenkäferfamilie gehörenden Gattung.

Wie schon 2022 mussten 2023 die Forstverantwortlichen mehr vom Buchdrucker befallene Fichten fällen als im Vorjahr, heisst es weiter. Besonders stark traf diese Entwicklung die Kantone Neuenburg, Solothurn und Waadt.

Mit einem Gesamtvolumen von 436‘563 Kubikmetern verzeichnete die Schweiz 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der durch den Buchdrucker verursachten Sommerzwangsnutzungen von rund 8 Prozent, heisst es von der WSL. Noch auffälliger sei die Zunahme der Befallsherde gewesen. 9493 Herde bedeuten eine Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das geschätzte Gesamtvolumen des vom Buchdrucker befallenen Fichtenholzes erhöhte sich 2023 um etwa 10 Prozent auf 713‘210 Kubikmeter. Diese Zahl errechnet sich aus den effektiven Sommerzwangsnutzungen sowie den geschätzten Werten für Winterzwangsnutzungen und stehengelassenes Käferholz, basierend auf Erfahrungswerten der vergangenen 20 Jahre. Die Schätzungen sind nach Angaben der WSL nötig, da die beiden Werte jeweils erst im Folgejahr erhoben werden.

Im Jahr 2023 wurden schweizweit insgesamt 1278 für den Buchdrucker spezifische Lockstofffallen betrieben, heisst es weiter. Die mittlere Fangzahl pro Falle lag dabei bei 24‘577 Käfern, ein Anstieg von rund 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. ce/gba 

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