RePack fördert die Entwicklung nachhaltiger Verpackungen für Lebensmittel

19 Juni 2024 12:08

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Bonn/Berlin - Das RePack-Netzwerk unterstützt zwölf Projekte für nachhaltige Verpackungen für Lebensmittel. Mit dem Vorhaben soll der hohe Kunststoffanteil in der Wertschöpfungskette minimiert werden. Dafür gibt es Unterstützung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Das neu ins Leben gerufene RePack-Netzwerk macht sich stark für innovative Lebensmittelverpackungen. RePack unterstützt laut einer Medienmitteilung zwölf vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekte. RePack vereine diese Projekte für die Dauer von vier Jahren unter einem Dach und möchte so eine breite Marktdurchdringung der innovativen Ansätze unterstützen, heisst es. Innovationen entstehen demnach bei Papier- oder Biokunststoffverpackungen, im Recycling sowie für Mehrwegsysteme.

Die Leitung für die Vernetzungs- und Transfermassnahme hat laut der Mitteilung das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (IÖW) mit Sitz in Berlin. Projektbeteiligte kommen aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Handel. „Lebensmittelverpackungen werden nur kurz genutzt und selten wiederverwendet. Etwa zwei Drittel werden zwar recycelt, doch werden die Materialien kaum wieder in Verpackungen eingesetzt“, wird Frieder Rubik, Experte für nachhaltige Produktion und Konsum am IÖW und RePack-Projektleiter, zitiert.

Einer der Projektpartner, die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) , geht von einer steigenden Nachfrage nach PET-Rezyklaten seitens der Kunststoffhersteller aus. „Das Ziel, weniger fossile Rohstoffe einzusetzen, kann beim Lebensmittelkonsum nur erreicht werden, wenn auch Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe verwendet werden“, wird Kurt Schüler von GVM zitiert.

Auf Verbraucherseite sei mehr erforderlich als Unverpackt-Läden, erst im Verbund mit Unverpackt-Zonen im Detailhandel, unverpacktem Bestellwesen, Marktverkauf und Lieferverkehr hätten Verbraucherinnen und Verbraucher Zugriff zu alternativen Verpackungen und könnten an der Vermeidung langlebiger Plastikabfälle mitwirken. ce/heg

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