Infener baut Wasserstoff-Fabrik in Neumünster

26 March 2024 11:15

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Stansstad NW/Neumünster - Die Infener AG aus dem Kanton Nidwalden baut in Neumünster eine Produktionsanlage für grünen Wasserstoff. Der Hub in Schleswig- Holstein soll ab 2026 pro Jahr bis zu 5000 Tonnen Wasserstoff produzieren.

Infener baut in Schleswig-Holstein eine Fabrik für grünen Wasserstoff. Sie soll laut einer Medienmitteilung im deutschen Neumünster ab 2026 jedes Jahr bis zu 5000 Tonnen Wasserstoff produzieren. Andere Anlagen stellen bisher durchschnittlich rund 1500 Tonnen her. Abnehmer sind die regionale Industrie und Mobilitätsunternehmen, wie etwa die neue Wasserstofftankstelle für Lastwagen der Hypion GmbH in Neumünster. Die 2023 gegründete Infener AG hat ihren Hauptsitz in Stansstad und Niederlassungen in Deutschland.

Einzigartig sei der ganzheitliche Ansatz, der den Hub zu einem Vorzeigeprojekt der dezentralen Kreislaufwirtschaft für Wasserstoff mache, heisst es in einer von Infener und der Stadt Neumünster gemeinsam veröffentlichten Mitteilung. „Unser Ziel ist es, mit unserem Hub eine weltweit einmalige nachhaltige und regionale Wertschöpfungskette aus grüner Wasserstoff-Erzeugung zu schaffen“, wird Infener-CEO und Mitgründer Joel Vogl zitiert. „Wir festigen mit dem Projekt unseren Ruf als ein Wasserstoffzentrum in Schleswig-Holstein“, so der Neumünsteraner Oberbürgermeister Tobias Bergmann. „Dies ist ein großer Erfolg für die Energiewende in unserer Region.“

Der grüne Strom wird den Angaben zufolge dezentral vor allem aus Solar- und Windkraftanlagen an Standorten in der Region produziert und am Hub in Elektrolyseuren in grünen Wasserstoff umgewandelt. Das Dach des Hubs verfügt dafür über Solarzellen mit 2,3 Megawatt Peak Kapazität. Die Abwärme soll für die künftige kommunalen Wärmeversorgung und für industrielle Prozesse bereitstehen.

Das Design wurde vom Hamburger Architektur- und Design-Büro Hadi Teherani entworfen. Der Baustart für die Anlage auf einer 29‘000 Quadratmeter grossen Fläche ist noch 2024 geplant. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 133 Millionen Euro. ce/gba 

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