Google unterstützt AMP Robotics Corporation bei Verarbeitung organischer Abfälle

24 März 2026 12:25

Partner

Mountain View/Louisville - Google und AMP kooperieren, um bis 2030 insgesamt 200'000 Tonnen Methanemissionen aus Deponien in Virginia zu beseitigen. Im Rahmen der Partnerschaft sollen in den nächsten 20 Jahren fünf Millionen Tonnen organische Abfälle in Biokohle umgewandelt werden und neue Verfahren zur Methanbindung entwickelt werden.

(CONNECT) Siedlungsabfälle sind eine Hauptquelle für Methanemissionen in den Vereinigten Staaten. Um dieses Problem zu bekämpfen, hat Google nun zugestimmt CO2-Gutschriften von Commonwealth Sortation, einem Tochterunternehmen der AMP Robotics Corporation aus Louisville im US-Bundesstaat Colorado, zu erwerben. Damit soll bis 2030 der Ausstoss von 200'000 Tonnen Methanemissionen in Virginia verhindert werden, heisst es in einer Mitteilung.

„Wir freuen uns einen Ansatz für die Abfallwirtschaft voranzutreiben, der die beiden Herausforderungen des Klimawandels angeht: die kurzfristige Erwärmung durch Methan und die langfristige Erwärmung durch Kohlendioxid“, so Randy Spock, Leiter des Bereichs Carbon Credits and Removal bei Google, in der Mitteilung.

AMP verwendet Künstliche Intelligenz (KI), um organische Abfälle zu sortieren, zu verwerten und in Biokohle umzuwandeln, welche Kohlenstoff speichert. Die von Google gekauften CO2-Gutschriften tragen zur Finanzierung des Kooperationsprojekts des Unternehmens mit der Southeastern Public Service Authority in Virginia bei. Eine öffentliche Anlage, die 1,2 Millionen Menschen versorgt, verarbeitet dort jährlich 540'000 Tonnen Siedlungsabfall und wiederverwertet 50 Prozent des Deponieabfalls. Commonwealth Sortation hat 2025 einen 20-Jahres-Vertrag mit der Behörde unterzeichnet.

Das Unternehmen schätzt, dass jede Tonne Abfall, welche nicht auf der Deponie landet, Methanemissionen um 0,7 Tonnen beziehungsweise 378'000 Tonnen Kohlenstoff pro Jahr reduziert. Das entspricht dem jährlichen Ausstoss von über 88'000 Autos. AMP hofft in der Anlage über die nächsten 20 Jahre fünf Millionen Tonnen organische Abfälle in Biokohle umzuwandeln. Diese kann zur Herstellung von Zement und anderen Baustoffen verwendet werden.

„Wiederverwertung und Kohlenstoffbindung ergänzen sich ideal“, erklärt Matanya Horowitz, Gründerin und CTO von AMP. „Wir tragen dazu bei, einen der emissionsintensivsten Wirtschaftssektoren in einen Antrieb für den Klimaschutz zu verwandeln.“ ce/jd

Meinungen

Ältere Ausgaben