Goldpreis beschert Nationalbank zweistelligen Milliardengewinn

02 März 2026 13:37

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Zürich - Die Schweizerische Nationalbank weist für das Jahr 2025 einen Gewinn in Höhe von 26,1 Milliarden Franken aus. Er wurde ausschliesslich von einer höheren Bewertung des Goldbestands generiert. Positionen in Fremdwährungen und Franken schrieben hingegen Verluste.

(CONNECT) Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einen Gewinn in Höhe von 26,1 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert die SNB in einer Mitteilung. Er wurde ausschliesslich von einem Bewertungsgewinn in Höhe von 36,3 Milliarden Franken auf den mengenmässig unveränderten Goldbestand (1040 Tonnen) generiert. Diesem Gewinn standen Verluste auf Fremdwährungspositionen in Höhe von 8,8 Milliarden Franken und Verluste auf Frankenpositionen in Höhe von 0,9 Milliarden Franken gegenüber. Dazu kommen 0,4 Milliarden Franken für den Betriebsaufwand.

Konkret hatte der Goldpreis zwischen Ende 2024 und Ende 2025 um 45,9 Prozent von 76'011 auf 110'919 Franken pro Kilogramm zugelegt. Bei den Fremdwährungspositionen standen Kursgewinne von 29,6 Milliarden Franken auf Zins- und Beteiligungspapiere und -instrumente sowie Zins und Dividendenerträge von 15,8 Milliarden Franken wechselkursbedingten Verlusten in Höhe von 53,1 Milliarden Franken sowie Zinsaufwänden von 1,0 Milliarden Franken gegenüber. Unterm Strich ergab sich ein Verlust von 8,8 Milliarden Franken.

Die Verluste auf Frankenpositionen in Höhe von 0,9 Milliarden Franken setzten sich vor allem aus der Verzinsung von Girokontoguthaben (rund -0,6 Milliarden Franken) und zu einem geringeren Teil (rund -0,2 Milliarden Franken) aus Repogeschäften und Geschäften mit eigenen Schuldverschreibungen zur Abschöpfung von Liquidität zusammen.

Die Anteilseignenden der SNB werden am Gewinn mit 15 Franken pro Aktie beteiligt, Bund und Kantone werden mit insgesamt 4 Milliarden Franken bedacht. 12,7 Milliarden Franken wird die SNB den Rückstellungen für Währungsreserven zuweisen. Sie steigen dadurch von 127,3 Milliarden auf 140,1 Milliarden Franken an. ce/hs

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