
Globale UN-Veranstaltung in Genf verleiht KI-Preise an Frauen
11 Juli 2025 14:09
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(CONNECT) Ele-vate Africa hat bei der Women's Innovation Factory Pitching Competition 2025 den ersten Preis gewonnen. Ausgezeichnet wurden das panamerikanische Start-up und seine Mitgründerin und CEO Yvonne Baldwin Mushi laut einem Bericht für MamaMate, ein Gerät, das Erstgebärenden in ländlichen und unterversorgten Gegenden durch Künstliche Intelligenz unterstützt.
Es hilft jungen Müttern etwa bei Fragen rund um die Babypflege, gibt kulturell relevante Ernährungstipps, überprüft ihr emotionales Wohlbefinden und ermöglicht sogar anonyme Ermutigungen durch andere Mütter. Es funktioniert offline und ist für Umgebungen mit geringer Alphabetisierung und schlechter Internetverbindung konzipiert. Mit diesem Sieg im Rücken beginnt das Ele-vate Africa-Team den Angaben zufolge nun von Tansania und Südafrika aus mit der Skalierung von MamaMate in ganz Afrika.
Ele-vate versteht sich als Künstliche Intelligenz (KI)-Innovationszentrum mit Vertretungen in Südafrika, Tansania und Ägypten. Es will an der Spitze der Entwicklung robuster Technologien für Künstliche Intelligenz und Robotik stehen, die einen sinnvollen Beitrag zu einem nachhaltigen und integrativen sozioökonomischen Wachstum leisten.
Dieser Wettbewerb wurde von der AI for Good Innovation Factory ausgerichtet, der bei den Vereinten Nationen (UNO) angesiedelten Pitching- und Inkubatorplattform für KI-Unternehmen. Sie hatte bei einer Sitzung im Rahmen des AI for Good Global Summit Unternehmerinnen aus dem Globalen Süden in den Blickpunkt gerückt. Dieser KI-Gipfel fand vom 8. bis zum 11. Juli 2025 in Genf statt. Träger ist AI for Good, die Plattform der UNO für Künstliche Intelligenz zur Lösung globaler Herausforderungen. AI for Good wird von der Internationalen Fernmeldeunion, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, in Zusammenarbeit mit über 40 Schwesterorganisationen der Vereinten Nationen organisiert und gemeinsam mit der Schweizer Regierung veranstaltet.
Zu den Finalisten dieses Jahres zählte auch Wiver aus Kolumbien. Das Start-up von Biomedizintechnikerin Jhuliana Mercado Ontiveros macht medizinische Bildgebung für Spitäler durch eine auf jedem internetfähigen Gerät nutzbare Plattform zugänglicher. Sie integriert KI-Werkzeuge, die bei der Erkennung von Krankheiten wie Krebs helfen.
Dritter Finalist war Predictheon aus Spanien. Dessen Kerninnovation besteht in der prädiktiven Analyse von Patientendaten mit KI-gestützten Modellen, was Operationen und Intensivmedizin sicherer macht. Ingenieurin Eva Gubern hat seit vielen Jahren Gesundheitsinitiativen in Afrika, Asien und Lateinamerika geleitet und skaliert. Sie sammelte über 10 Millionen Dollar für die Umsetzung von Projekten wie dem ersten Krebszentrum in Subsahara-Afrika. ce/mm