Fluorfreie Textilien gewinnen Innovationspreis der Stiftung FUTUR
16 Juni 2026 13:55
Partner
(CONNECT) Ein Forschungsprojekt des IWK Instituts für Werkstofftechnik und Kunstoffverarbeitung der OST – Ostschweizer Fachhochschule und der Dimpora AG aus Zürich ist von der Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswill (Stiftung FUTUR) ausgezeichnet worden. Das Projekt Sane Membrane wurde mit dem Hauptpreis der Stiftung ausgezeichnet, informiert die OST in einer Mitteilung. Im Projekt haben die Forschenden der OST gemeinsam mit der auf umweltfreundliche Funktionsmembranen für Outdoor-Textilien spezialisierten Firma fluor- und lösungsmittelfreie Membranen für Textilien entwickelt.
„Funktionale Membranen sind der Grund, weshalb Regenjacken, Wanderhosen oder Handschuhe Wasser und Wind nicht durchlassen, aber gleichzeitig atmungsaktiv sind“, wird Daniel Schwendemann vom IWK der OST in der Mitteilung zitiert. Derzeit sei der Markt noch von fluorierten Materialien dominiert, darunter auch die als Ewigkeitschemikalien bezeichneten Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Hier biete die im Projekt Sane Membrane entwickelte Technologie „vergleichbare funktionale Vorteile ohne schädliche Stoffe“. Für Sane Membrane wurden fluorfreie Materialien in einer lösungsmittelfreien Produktion verarbeitet. Die Membrane weisen laut Mitteilung eine mikroporöse Struktur, hohe Wasserdichtheit und gute Atmungsaktivität auf. Das Verfahren ist zudem industriell skalierbar und unterstützt flexible Materialsysteme.
Die Stiftung FUTUR hat es sich zur Aufgabe gemacht, das an der OST vorhandene Potenzial für Technologietransfer zu fördern. Neben dem Projekt Sane Membrane zeichnete die Stiftung am 11. Juni zwei weitere Projekte der OST und von Partnern aus. Der Anerkennungspreis ging dabei an ein KMU-Digitalisierungsprojekt. Mit dem Spezialpreis wurde eine modulare solarbetriebene Infrastruktur für Spitäler und Gesundheitszentren in Afrika bedacht. ce/hs
