Firmenflotten setzen zunehmend auf E-Autos und Occasionen
03 August 2026 15:22
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(CONNECT) Das Arval Mobility Obseratory hat ihr globales Fleet and Mobility Barometer 2026 vorgelegt. Aus dem daraus abgeleiteten Länderreport Schweiz geht hervor, dass 92 Prozent der befragten Unternehmen die Grösse ihrer Flotte in den kommenden drei Jahren stabil halten oder vergrössern möchte. 29 Prozent von ihnen nutzen Occasionsfahrzeuge. Das europäische Niveau liegt bei 41 Prozent. Die Autorinnen und Autoren des Länderreports Schweiz gehen davon aus, dass diese Zahl deutlich steigen wird, weil im gleichen Zeitraum 52 Prozent der befragten Unternehmen die Anschaffung gebrauchter Fahrzeuge erwägen.
Der Fahrzeugkauf bleibt mit 36 Prozent die vorherrschende Finanzierungsmethode. 27 Prozent setzen auf Full-Service-Leasing für ihre Flotten. Das entspricht dem europäischen Durchschnitt von 28 Prozent. Die niedrigste Rate in Europa weisen die Schweizer Unternehmen bei der Telematik auf. Nur 28 Prozent nutzen intelligente, vernetzte Werkzeuge, mit denen sie die Fahrzeuge überwachen, Probleme besser vorhersehen, Abläufe rationalisieren und Ausgaben optimieren können. Nur 15 Prozent nutzen die Daten, die ihre Telematikplattformen generieren.
54 Prozent haben mindestens eine Art von elektrifizierter Technologie für Personenwagen eingeführt, in Europa sind es 57 Prozent. Dabei bleibt Hybrid die bevorzugte Technologie. Aber noch immer nennen 73 Prozent der befragten Unternehmen das Fehlen einer angemessenen Ladeinfrastruktur als grösstes Hindernis für die Verbreitung von E-Autos. In Europa bemängeln dies 68 Prozent.
Mobilitätslösungen für Mitarbeitende gehören immer mehr zu den Massnahmen zur Gewinnung von Talenten, der Verbesserung des Wohlbefindens und zur Unterstützung hybrider Arbeitsmodelle. Für die Zukunft haben sich 43 Prozent der Schweizer Firmenflotten Dekarbonisierungsziele gesetzt oder evaluieren diese derzeit. Das liegt im europäischen Durchschnitt.
„Das Fleet and Mobility Barometer 2026 zeigt deutlich, dass Schweizer Unternehmen besonnen und pragmatisch handeln, wenn es um die Ausgestaltung ihrer Firmenflotten geht“, resümiert Cyrill Bucher, Consultant von Arval Schweiz, in einer Mitteilung zum Länderreport Schweiz. „Sie befinden sich in einer umsetzungsorientierten Phase und balancieren sorgfältig zwischen Umweltzielen, Kostendisziplin, Infrastrukturbeschränkungen und dem Bedarf an intelligenteren digitalen Tools.“ ce/mm