Exportwirtschaft arrangiert sich zunehmend mit Krisen

01 Juli 2026 14:54

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Zürich - Die Stimmung unter den exportierenden Schweizer Unternehmen ist seit Jahresbeginn trotz alter und neuer geopolitischer Krisen leicht gestiegen. Die grösste Herausforderung für die KMU bleibt der starke Franken. Das geht aus der halbjährlichen Umfrage von Switzerland Global Enterprise hervor.

(CONNECT) Die Exportstimmung der Schweizer KMU liegt mit 64,4 Punkten leicht höher als zu Jahresbeginn (63,5 Punkte) und damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das geht aus der neuesten Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) hervor. Die offizielle Schweizer Organisation für Exportförderung und Standortpromotion befragt dazu KMU branchenübergreifend im Halbjahresrhythmus.

Demnach erwartet jedes zweite Unternehmen für die kommenden sechs Monate steigende Exporte. Auch für das Gesamtjahr gehen die Firmen mehrheitlich von einer positiven Entwicklung aus. Als bemerkenswert stuft S-GE diese Angaben deshalb ein, weil die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen weiter zugenommen haben, und schlussfolgert, „dass sich die Exportwirtschaft mit diesem anspruchsvollen Umfeld arrangiert hat“.

Dabei „verlieren die US-Zölle etwas von ihrem Ausnahmecharakter“. Dies deutet laut S-GE darauf hin, dass die anfängliche Verunsicherung nachgelassen hat und die Firmen zunehmend Wege finden, mit den neuen Rahmenbedingungen umzugehen. Mehr als doppelt so viele Firmen wie noch vor einem Jahr, also mittlerweile 40 Prozent, können sich eine stärkere lokale Präsenz im amerikanischen Markt vorstellen. Die grösste Herausforderung bleibt der starke Franken. 61 Prozent der befragten Unternehmen nennen Währungsrisiken als Belastung für die kommenden Monate.

Wegen dem Krieg im Nahen Osten haben gegenüber dem Januar Energie- und Rohstoffpreise sowie Unterbrüche in der Wertschöpfungskette stark an Bedeutung gewonnen. Zwei Drittel geben an, von den Folgen des Konflikts betroffen zu sein.

Deutschland bleibt weiterhin mit Abstand der wichtigste Zielmarkt in Europa, die USA sind nach wie vor der wichtigste aussereuropäische Absatzmarkt. Als neue Märkte möchten Schweizer KMU vor allem asiatische Länder wie Indien, Südkorea und Japan erschliessen. ce/mm

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