ETH forscht zu essbarem Fleisch aus dem Labor
30 Juli 2025 14:42
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(CONNECT) Ein Team von Forschenden der ETH unter Leitung von Ori Bar-Nur ist dem bessern Burger aus dem Labor auf der Spur. Den Forschenden ist es gelungen, im Labor dicke Muskelfasern aus Rinderzellen zu züchten, informiert die ETH in einer Mitteilung. Die Technologie geht auf Forschungen von Bar-Nur zur Behandlung von Muskelerkrankungen zurück.
Die ETH-Forschenden züchten ihre Muskelfasern aus Vorläuferzellen vom Rind, sogenannten Myoblasten. Dem Zellkulturmedium in der Petrischale wurden dabei drei bestimmte Moleküle hinzugefügt und im Verlauf des Prozesses wieder aus dem Medium entfernt. Damit sei es ihnen erstmals gelungen, ein dreidimensionales Muskelgewebe mit dicken Fasern zu erzeugen, schreibt die ETH. Bisherige Projekte anderer Forschender nach einer anderen Methode hätten in der Regel nur ziemlich dünne Fasern ergeben. Im Gegensatz zu diesen Projekten sind in dem an der ETH gezüchteten Gewebe zudem dieselben Gene und Proteine wie in natürlichem Rindermuskelgewebe aktiv.
Für die Weiterentwicklung der Technologie hin zu im Labor gezüchtetem Muskelfleisch erwägt Bar-Nur die Gründung eines Jungunternehmens. Bis das gezüchtete Fleisch auf den Teller kommen könnte, ist es jedoch noch ein weiter Weg. „Das Zellkulturmedium muss weiter optimiert werden, damit es kostengünstiger wird und sicherer für den menschlichen Verzehr“, erläutert Christine Trautmann, Doktorandin in Bar-Nurs Gruppe und eine der beiden Hauptautorinnen der Studie. „Ausserdem müssen wir erforschen, wie wir diese Muskelfasern in grösseren Mengen produzieren können.“ Die bisherige Ausbeute der Forschenden beträgt nur wenige Gramm. ce/hs
