ETH-Forschende entwickeln Chip zur Erkennung von Deepfakes

25 März 2026 10:08

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Innovation Zürich

Zürich - Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben eine Technologie entwickelt, mit der sich die Echtheit von Bildern, Videos und Audiodateien überprüfen lässt. Ein Sensorchip signiert Aufnahmen direkt bei der Entstehung und soll so manipulierte Inhalte erkennbar machen.

(CONNECT) Forschende der ETH haben eine Sensortechnologie entwickelt, die Bild-, Video- oder Audiodaten bereits im Moment der Aufnahme mit einer Art digitalen Fingerabdruck versieht. Diese kryptografische Signatur kann in einem öffentlichen Register, etwa einer Blockchain, gespeichert werden. Dadurch lässt sich gemäss einer Mitteilung jederzeit überprüfen, ob Daten echt  oder nachträglich verändert worden sind. Ziel ist es, manipulierte Inhalte wie Deepfakes einfacher erkennbar zu machen. 

Jede spätere Veränderung der Dateien hinterlässt Spuren, da sie nicht mehr mit der ursprünglichen Signatur übereinstimmt. „Das Vertrauen in digitale Inhalte schwindet. Wir wollten eine Technologie entwickeln, mit der die Menschen überprüfen können, ob etwas echt ist“, wird Felix Franke zitiert, der den Chip an der ETH mitentwickelt hat. 

Um Daten zu manipulieren, müsste der Chip physisch angegriffen werden. „Ein technischer Aufwand, der so hoch wäre, dass die massenhafte Herstellung manipulierter Inhalte für Social-Media-Plattformen praktisch verunmöglicht wird“, so Mitentwickler Fernando Cardes. 

Die Technologie lässt sich grundsätzlich in Kameras und andere Sensoren integrieren. Der entwickelte Chip ist derzeit noch ein Prototyp. Für eine breite Anwendung sind weitere Entwicklungsschritte notwendig. Die Forschenden sehen jedoch Potenzial für einen kommerziellen Einsatz und haben bereits einen Patentantrag eingereicht. ce/as

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