EPFL forscht an umweltverträglichem Thermopapier

06 Januar 2026 10:14

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Lausanne - Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und des Oekotoxzentrums entwickeln ein auf Holzstoffen basiertes Thermopapier. Das unter anderem für Kassenbons genutzte Papier soll weniger giftig und gesundheitsschädlich als herkömmliches sein. Die Forschung wird vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert.

(CONNECT) Forschende des Polymerlabors der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und des ebenfalls in Lausanne ansässigen Schweizer Zentrums für Angewandte Ökotoxikologie (Oekotoxzentrum) arbeiten an der Entwicklung eines auf Holzstoffen (Ligninen) basierenden Thermopapiers. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll das neue Papier weniger giftig und gesundheitsschädlich sein, als das herkömmliche. Es wird unter anderem für Kassenbons und Versandetiketten genutzt.

Thermopapiere nutzen wärmeempfindliche Beschichtungen, die Text sichtbar machen. Als Chemikalie werden dabei Bisphenol A (BPA) und Bisphenol S (BPS) verwendet. Wie Nachweise zeigten, finden sich diese Chemikalien in der Umwelt sowie bei Menschen wieder, die häufig mit Kassenbons umgehen. Sie stehen im Verdacht, Störungen im Hormonsystem zu verursachen. Der globale Markt an Thermopapier wird derzeit auf etwa 4 Milliarden Dollar geschätzt.

Ein Team um Jeremy Luterbacher und Harm-Anton Klok an der EPFL hat nun ein Papier entwickelt, dessen thermoaktive Schichten aus Ligninpolymeren bestehen. Anstelle herkömmlicher Sensibilisatoren auf Erdölbasis testeten sie Diformylxylose, ein Molekül aus Xylan, einem in Pflanzenzellwänden vorkommenden Zucker. „Wir haben Thermopapierformulierungen entwickelt – die häufig in Alltagsprodukten wie Kassenbons, Verpackungsetiketten, Flugtickets usw. vorkommen – die aus pflanzenbasierten Molekülen hergestellt werden und eine sehr geringe oder gar keine toxische Signatur aufweisen“, wird Forschungsleiter Luterbacher in der Mitteilung zitiert.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht. Sie wurde vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt. ce/ww

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