Eawag entwickelt neue Methode zum Überwachen des Grundwassers
20 April 2026 09:56
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(CONNECT) Ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag in Dübendorf und der Universitäten von Basel, Bern und Lausanne hat eine Methode entwickelt, mit der sich die Verweilzeit von Flusswasser im Boden messen lässt. Dieses Flusswasser wird zum Auffüllen des Grundwasserspiegels genutzt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hängt die Qualität des so ergänzten Grundwassers von der natürlichen Reinigung durch die Verweilzeit des zugeführten Wassers im Boden ab.
Um diese Zeit festzustellen, messen die Forschenden radioaktives Tritium, das mit dem Kühlwasser von Kernkraftwerken in das Flusswasser gespült wird. „Um diese Herausforderungen anzugehen, bietet unsere Methode eine neue Lösung“, wird Jared van Rooyen von der Abteilung Wasserressourcen & Trinkwasser des Wasserforschungsinstituts Eawag in der Mitteilung zitiert. „Sie verwendet das von Kernkraftwerken in die grossen Flüsse eingeleitete, mit Tritium angereicherte Kühlwasser als Tracer und ermöglicht eine quantitative Bestimmung von Grundwasserneubildungsraten, Fliesszeiten sowie Mischprozessen in Grundwasseranreicherungssystemen.“ Grundwasser dient traditionell zur Gewinnung von Trinkwasser. Mit zunehmenden Trockenperioden kommt es immer mehr zu einer Verknappung dieser wichtigen Ressource.
Die aktuelle Studie, die sich auf Messungen im Gebiet Hardwald in der Nähe von Basel stützt, wurde in der Fachzeitschrift „Nature Water“ publiziert. Bei dem Standort handelt es sich um die grösste Grundwasseranreicherung der Schweiz, in die auch drei Kraftwerke rheinaufwärts ihr Kühlwasser einleiten. ce/eb