Bundesrat konzentriert sich in Amerika auf die fünf G20-Staaten
27 Mai 2026 14:48
Partner
(CONNECT) Der Bundesrat hat laut einer Mitteilung seine Amerikas-Strategie für die Jahre 2026 bis 2029 verabschiedet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sind die globalen Spannungen und Rivalitäten zwischen Grossmächten laut einem begleitenden Artikel des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten weiter gestiegen. Die USA richteten ihre Politik stärker an nationalen Interessen und transaktionalen Beziehungen aus. China verfüge über grossen wirtschaftlichen Einfluss in Lateinamerika.
Der Bundesrat will daher in den kommenden Jahren die Aussenpolitik gegenüber Nord- und Südamerika konsequent an den Schweizer Interessen ausrichten. Seine Schwerpunkte bildet dabei namentlich Frieden und Sicherheit, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt, Demokratie sowie ein wirksamer Multilateralismus.
Der Bundesrat will dabei vor allem auf die fünf G20-Staaten der Region setzen und einen guten Zugang zu ihren Märkten sichern. Er strebt mit den USA ein Abkommen an. Handelshemmnisse sollen dabei abgebaut, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert und die Zusammenarbeit in Forschung, Innovation und Berufsbildung vertieft werden.
Die bestehenden Freihandelsabkommen der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA mit Kanada und Mexiko sollen modernisiert werden. Mit Kanada will der Bundesrat namentlich die Zusammenarbeit in Forschung und Innovation verbessern. Das bereits unterzeichnete Freihandelsabkommen der EFTA mit dem Handelsblock Mercosur, zu dem auch Argentinien und Brasilien gehören, soll aus der Sicht des Bundesrates möglichst rasch in Kraft treten. ce/ug