Bundesrat beantragt 2,3 Milliarden Franken für Reserverkraftwerke
12 Juni 2026 15:01
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(CONNECT) Der Bundesrat plant für die Zeit ab 2030 vier Reservekraftwerke. Diese sollen während 15 Jahren zur Verfügung stehen und die Stromversorgung im Fall einer Mangellage in Europa sicherstellen. Dafür beantragt er nun laut einer Mitteilung beim Parlament einen Kredit in Höhe von 2,3 Milliarden Franken.
Der eigentliche Verpflichtungskredit für die Kraftwerke beträgt laut der Botschaft des Bundesrates 2,180 Milliarden Franken. Hinzu kommen 100 Millionen für die Projektierungsarbeiten sowie zusätzliche 31,3 Millionen zur Finanzierung einer Übergangslösung für das Reserverkraftwerk Monthey VS.
Die Ausgaben sind für den Bund haushaltneutral. Die Kosten sollen über den Tarif Stromreserve auf die Verbrauchenden umgeschlagen werden. Der Bund rechnet mit rund 0,22 Rappen pro Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen Haushalt addiert sich das auf 10 Franken pro Jahr.
Die Kraftwerke sollen primär mit hydriertem Pflanzenöl und damit CO2-neutral betrieben werden. Nur wenn der Brennstoff nicht nachbeschafft werden kann, dürfen die Kraftwerke auf Diesel oder Heizöl umstellen. Dann müssen sie auch die CO2-Abgabe zahlen.
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat bereits im Mai 2025 den Zuschlag für vier Reservekraftwerke erteilt. Diese befinden sich in Monthey, Eiken AG, Stein AG und Aufhafen Muttenz BL. Sie sollen ab etwa 2030 betriebsbereit sein. ce/ug