Axpo und Rhiienergie wollen gemeinsam grünen Wasserstoff im Kanton Graubünden produzieren. Bild: Axpo

Axpo und Rhiienergie produzieren grünen Wasserstoff

26 April 2024 15:04

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Baden AG/Domat/Ems GR - Axpo und Rhiienergie eröffnen die erste Produktionsanlage für grünen Wasserstoff im Kanton Graubünden. Die Anlage in Domat/Ems produziert jährlich bis zu 350 Tonnen Wasserstoff.

Das Badener Energieunternehmen Axpo treibt laut Medienmitteilung den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in der Schweiz weiter voran. Gemeinsam mit dem lokalen Partner Rhiienergie ist am Freitag, 26. April, in Domat/Ems die schweizweit grösste Produktionsanlage für grünen Wasserstoff eröffnet worden.

Die 2,5-Megawatt-Anlage produziert pro Jahr bis zu 350 Tonnen grünen Wasserstoff und ist damit die schweizweit grösste Anlage dieser Art. Die Anlage wird direkt ans Wasserkraftwerk Reichenau angeschlossen, an welchem Axpo eine Mehrheitsbeteiligung hält.

Mit dem produzierten Wasserstoff können jährlich bis zu 1,5 Millionen Liter Diesel eingespart werden. Die Produktion von grünem Wasserstoff erfolgt durch Wasserelektrolyse, wobei der grüne Strom aus dem Wasserkraftwerk verwendet werden kann. Die Produktion ist damit CO2-neutral. Der Wasserstoff wird direkt in der Anlage verdichtet, damit er künftig einfach zu Tankstellen und Industriekunden geliefert werden kann, heisst es in der Mitteilung.

„Es gibt noch ein paar Hürden zu meistern, aber Axpo ist vom Potenzial des grünen, nachhaltigen und erneuerbaren Energieträgers überzeugt“, wird Christoph Brand zitiert, CEO von Axpo. „Ich bin überzeugt, dass grüner Wasserstoff einen massgeblichen Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung ausmachen wird. Mit der Anlage hier in Domat/Ems haben Rhiienergie und die Axpo ein Leuchtturmprojekt realisiert“, sagt Christian Capaul, CEO von Rhiienergie.

„Die Wasserstoffproduktionsanlage passt optimal in die Bestrebungen der Arge Alp, das Potenzial von grünem Wasserstoff im Alpenraum zu nutzen, aber auch in jene des Kantons mit Blick auf dessen Klima- und Energieziele“, heisst es von Regierungsrätin Carmelia Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität des Kantons Graubünden. ce/gba 

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