Aussenhandel schwächelt beidseitig

18 April 2024 13:23

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Bern - Der Aussenhandel ist im ersten Quartal 2024 beidseitig schwächer ausgefallen als im Vorquartal. Exporte verbuchten einen Rückgang um 0,8 Prozent, Importe um 1,9 Prozent. Die Handelsbilanz schloss mit 8,65 Milliarden Franken Überschuss.

Der schweizerische Aussenhandel habe im ersten Quartal 2024 beidseitig zur Schwäche geneigt, schreibt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) in einer Mitteilung. Konkret fielen die Exporte mit Waren im Wert von 64,08 Milliarden Franken um 0,8 Prozent geringer als im Vorquartal aus. Bei den Importen wurde ein Rückgang um 1,9 Prozent auf Waren im Wert von 55,43 Milliarden Franken verbucht. Der Überschuss der Handelsbilanz legte um 533 Millionen auf 8,65 Milliarden Franken zu

Die Exportentwicklung zeige seit einem Höchststand im dritten Quartal 2022 „eine merkliche Abwärtstendenz“, heisst es in der Mitteilung. Im Berichtsquartal brachen vor allem die Exporte der Subgruppe Wirkstoffe bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten ein. Sie gingen gegenüber dem Vorquartal um 81,1 Prozent oder 3,9 Milliarden Franken zurück. Regional gesehen zogen die Exporte nach Nordamerika an, während die Exporte nach Asien abnahmen. Die Exporte nach Europa konnten auf dem Niveau des Vorquartals gehalten werden.

Den Rückgang bei den Importen führen die Fachleute des BAZG ausschliesslich auf geringere Einfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten zurück. So wurde im Quartalsvergleich ein Minus der Einfuhren von Medikamenten um 12,3 Prozent oder 1,3 Milliarden Franken beobachtet. Die Importe von Bijouterie und Juwelierwaren sowie von Fahrzeugen legten gegenüber dem Vorquartal hingegen zu. Nach Regionen betrachtet fielen die Einfuhren aus Europa geringer und die Einfuhren aus Nordamerika höher als im letzten Quartal 2023 aus. Die Importe aus Asien blieben unverändert. ce/hs

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