Armee richtet Kompetenzzentrum Weltraum ein
08 Oktober 2025 13:15
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(CONNECT) Der Bundesrat hat am 8. Oktober die Gesamtkonzeption Weltraum der Armee zur Kenntnis genommen. Darin zeigt sie auf, welche neuen operationellen Fähigkeiten sie bis etwa 2035 entwickeln will. Dabei geht es um satellitengestützte Technologien und weltraumgestützte Kommunikation, bei denen die Schweizer Armee laut einer Mitteilung des Bundesrats derzeit ausschliesslich auf ausländische Anbieter und überstaatliche Organisationen angewiesen ist. Langfristig stelle das „eine Herausforderung für die Autonomie und Handlungsfähigkeit“ dar.
Die Armee wird im Weltraum fünf neue operationelle Fähigkeiten aufbauen: Sie will jederzeit ein Lagebild vom Weltraum haben, relevante Vorgänge auf der Erde aus dem Weltraum aufklären und überwachen, meteorologische Bedingungen erkennen und eine ergänzende, redundante und widerstandsfähige Telekommunikation aufbauen. Zudem möchte sie durch eine kontinuierliche Überprüfung der Qualität und Quantität von Geopositionierungsdaten eine höhere Navigationspräzision realisieren sowie ihre Truppe und Systeme gegen weltraumgestützte Aufklärung schützen und gegnerische Systeme stören können.
Mit diesen Kompetenzen will die Armee auch Leistungen für nationale und regionale zivile Behörden erbringen, etwa zum Schutz vor den Auswirkungen von Naturereignissen oder für sichere Kommunikationsverbindungen in allen Lagen.
Den Aufbau all dieser Fähigkeiten soll ein Kompetenzzentrum Weltraum gewährleisten. Es wird ab dem 1. Januar 2026 innerhalb der Luftwaffe als eigenständige organisatorische Einheit für Entwicklung, Ausbildung und Einsatz eingerichtet. Für deren Aufbau und Betrieb sind in den nächsten zwölf Jahren rund 850 Millionen Franken vorgesehen. ce/mm