Anaergia, CREvolution und Eni bauen Produktion erneuerbarer Kraftstoffe in Italien aus

27 Februar 2026 11:11

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Circ. Economy

Treviglio/Palermo/Gela - Anaergia investiert Technologie im Wert von über 8 Millionen Euro in Circular Renewable Evolution (CREvolution), um die Erweiterung der Eni-Bioraffinerie in Sizilien voranzutreiben. Gemeinsam möchten sie die Produktion von hydriertem Pflanzenöl in Italien steigern.

(CONNECT) Die Nachfrage nach nachhaltig produziertem hydriertem Pflanzenöl (HVO), einem Rohstoff für Biodiesel und andere erneuerbare Kraftstoffe, ist hoch. Bislang produzieren jedoch nur wenige Unternehmen HVO in grossem Massstab. Nun arbeiten drei in Italien ansässige Unternehmen – Anaergia, Circular Renewable Evolution und Eni – zusammen, um eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen, die bei der Rohölraffination anfallende Entschleimungsrückstände in diese Kraftstoffe umwandelt.

Im Rahmen der Partnerschaft wird Anaergia seine anaerobe Vergärungstechnologie im Wert von 8,05 Millionen Euro an CREvolution verkaufen, heisst es in einer Mitteilung. Dies ist Teil einer 50 Millionen Euro teuren Erweiterung der Bioraffinerie von Eni in Gela auf Sizilien. Das anaerobe Vergärungssystem von Anaergia umfasst Misch- und Pumpentechnologie, welche Materialien mit hohem Trockensubstanzgehalt und hoher Viskosität verarbeiten kann.

Nach der Installation der Technologie im May 2027 soll die Anlage über 80 Prozent der Entschleimungsrückstände zurückgewinnen, die sonst auf Deponien landen würden. Darüber hinaus wird sie voraussichtlich mehr als 70‘000 Megawatt erneuerbares Erdgas erzeugen, die CO2-Emissionen der Raffinerie in Gela senken und die Kosten von Eni reduzieren.

„Die Integration der fortschrittlichen Technologien von Anaergia und CRE reduziert nicht nur Abfall und Kosten, sondern zeigt auch, wie strategische Partnerschaften Innovationen für eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft vorantreiben können“, erklärt Fabrizio Lami, COO von CREvolution, in der Mitteilung.

Derzeit produzieren circa 250 Anlagen HVO. Diese Zahl soll bis 2030 um 35 Prozent steigen. Anaergia-CEO Assaf Onn geht davon aus, dass sein Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zu diesem Wachstum leisten wird. „Diese Lösung […] ist für die weltweite Nachahmung und den Aufbau eines Systems konzipiert, der auf einen schnell wachsenden HVO-Markt ausgeweitet werden kann“, so Onn. ce/jd

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