Wirtschaftsverbände drängen zur Eile bei Verhandlungen mit der EU

14 February 2024 15:00

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Bern/Zürich - Swiss Medtech und economiesuisse unterstützen den Gesamtpaket-Ansatz des Verhandlungsmandats für die Bilateralen III. Die Wirtschaftsverbände drängen den Bundesrat auf eine möglichst rasche Aufnahme der Verhandlungen.

Swiss Medtech und economiesuisse begrüssen den vom Bundesrat verabschiedeten Entwurf eines Mandats für Verhandlungen der Schweiz mit der EU. „Der Paketansatz überzeugt, weil die offenen Fragen sektoriell in jedem einzelnen Abkommen geregelt werden und das Paket wichtige neue Abkommen, etwa beim Strom, beinhaltet“, schreibt economiesuisse in einer Mitteilung. In einer Mitteilung von Swiss Medtech begreift der Verband „die Verhandlungen zu einem Paket Bilaterale III als Chance für die Schweiz, den bilateralen Weg weiterzuentwickeln“.

Beiden Wirtschaftsverbänden sind vor allem Personenfreizügigkeit und Teilnahme der Schweiz an den Forschungsprogrammen der EU wichtig. Auch der Abschluss zusätzlicher Abkommen etwa im Strombereich berührt gemeinsame Interessen von Swiss Medtech und economiesuisse. Für den Verband der Schweizer Medtech-Branche steht darüber hinaus vor allem die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen im Vordergrund. Die Mitglieder von economiesuisse sind am Erhalt des Abkommens über die technischen Handelshemmnisse interessiert.

Beide Wirtschaftsverbände drängen darauf, dass der Bundesrat die Verhandlungen möglichst schnell aufnimmt: „Wichtig ist nun aber, dass der Bundesrat mit den Verhandlungen zeitnah startet, mit dem Ziel, dem Parlament innert nützlicher Frist ein überzeugendes Paket vorzulegen,“, schreibt economiesuisse. Beat Vonlanthen, Präsident von Swiss Medtech, weist auf die Bedeutung geregelter Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU hin: „Jeder dritte Arbeitsplatz in der Schweizer Medtech-Branche hängt unmittelbar von Aufträgen aus der EU ab“. ce/hs

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