Vier-Booster-Version von Ariane schafft erfolgreichen Start
13 Februar 2026 15:17
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(CONNECT) Die Europäische Weltraumorganisation hat die bislang leistungsstärkste Version ihrer Trägerrakete Ariane ins All geschickt. Diese hob am 12. Februar mit vier Boostern vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana ab, um 32 Satelliten für die Leo-Konstellation von Amazon in eine erdnahe Umlaufbahn zu befördern, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Die Ariane 6 kann mit zwei oder vier Boostern und auch einer unterschiedlich langen Verkleidung genutzt werden. In der Version mit vier Boostern wird sie Ariane 64 genannt. Sie hat dann doppelt so viel Leistung wie mit zwei Boostern und kann 21,6 Tonnen in eine niedrige Umlaufbahn befördern. Somit sei Europa in der Lage, „alle Satelliten in alle Umlaufbahnen zu bringen“, wird ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher in der Mitteilung zitiert. „Mit dem heutigen Start ist unsere Raketenflotte nun komplett, aber wir werden uns nicht ausruhen. Es sind bereits Upgrades für zukünftige Starts in Arbeit, beginnend mit dem Start unseres Planetenjägers Plato, der mit einer verbesserten Ariane 6 starten soll.“
In einem nächsten Schritt werden die nun genutzten P120C-Booster durch verbesserte P160C-Modelle ersetzt. Diese sind 1 Meter länger und können somit gut 14 Tonnen zusätzlichen Festtreibstoff transportieren. Leistung, Nutzlastkapazität und Wettbewerbsfähigkeit könnten somit „erheblich“ gesteigert werden. ce/jh
