Vielfältige Landwirtschaft stärkt Ernährungssicherheit

10 April 2024 13:46

Partner

crowdfoods

Stuttgart/Kopenhagen - Vielfalt bei der Viehhaltung, Mischkulturen, Integration von Blühstreifen, Wasser- und Bodenschutz führen zu mehr Ernährungssicherheit. Dies geht aus einer global angelegten Studie zu diversifizierter Landwirtschaft unter Leitung der Universitäten Hohenheim und Kopenhagen hervor.

Vielfalt bei der Viehhaltung, Mischkulturen, Integration von Blühstreifen, Wasser- und Bodenschutz gehören zu Massnahmen einer diversifizierten Landwirtschaft. Die positiven Aspekte der Vielfalt gegenüber den negativen überwiegen, wie eine internationale Studie unter Leitung der Universitäten Hohenheim und Kopenhagen zeigt. Für die Studie arbeiteten laut einer Mitteilung der Universität Hohenheim 58 Forschende mit insgesamt 2655 landwirtschaftlichen Betrieben auf fünf Kontinenten zusammen. Die Daten wurden am 5. April im Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht.

Die Forschenden werteten Datensätze aus, die über die ganze Welt verteilt waren. Dazu gehörten Erkenntnisse aus der Maisproduktion in Malawi, dem Anbau von Gummibäumen in Indonesien, zur Kultivierung von Winterweizen in Deutschland und zur silvopastoralen Rinderhaltung in Kolumbien, die Nutztierhaltung und Anbau von Bäumen oder Sträuchern kombiniert.

„Während wir nur sehr wenige negative Folgen einer landwirtschaftlichen Diversifizierung feststellen konnten, gibt es viele bedeutende Vorteile“, wird Laura Vang Rasmussen von der Universität Kopenhagen in der Mitteilung zitiert. „Je mehr, desto besser, vor allem wenn es um die biologische Vielfalt und die Ernährungssicherheit geht.“ Rasmussen leitete zusammen mit Ingo Grass vom Fachgebiet Ökologie Tropischer Agrarsysteme an der Universität Hohenheim die vierjährige Studie. 

Eine diversifizierte Landwirtschaft bringe keine Ertragsminderung mit sich, „auch nicht, wenn wir Daten aus der europäischen Landwirtschaft mit ihren grossen Flächen einbeziehen", sagt Grass. ce/js

Meinungen