Im Lymhof ist die erste vertikale Farm der Schweiz in einem Wohnquartier geplant. Visualisierung: zVg/s2r.gmbh

Vertikale Farm entsteht im Schlieremer Lymhof

12 December 2022 14:41

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Schlieren ZH - Im Schlieremer Quartier am Rietpark ist im Lymhof die erste vertikale Farm der Schweiz in einem Wohnquartier geplant. Dazu haben Geistlich Immobilia und das Start-up Yasai eine Vereinbarung unterzeichnet.

Im Schlieremer Lymhof soll die erste in ein Wohnquartier integrierte vertikale Farm der Schweiz entstehen. Laut Medienmitteilung sieht die vom Arealeigner Geistlich Immobilia in Schlieren und dem Zürcher Start-up Yasai dazu unterzeichnete Vereinbarung eine Inbetriebnahme der Vertikalfarm bis 2026 vor. In der rund 8 Meter hohen Halle sollen dann Kräuter, Blattsalate und vieles mehr ressourcenschonend und pestizidfrei angebaut und auch direkt vor Ort verkauft werden, heisst es weiter. Yasai ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

Die Farm wird in das Wohnquartier am Rietpark integriert. Direkt über der Halle werden laut der Mitteilung Maisonette-Wohnungen mit Dachgarten gebaut. Es werde verschiedene Quartierangebote geben wie ein Bistro, Hotelzimmer, flexible, kleinflächige Gewerberäume und Raum fürs Quartierleben.

„Mit unserer Farm in Schlieren werden wir die Lebensmittelproduktion direkt zu den Menschen bringen“, wird Mark E. Zahran zitiert, Mitgründer und Geschäftsführer von Yasai. Glasfassaden machen die Halle einsehbar und zur „Growchamber“ im Herzen der Halle, wo die Kräuter geschützt wachsen, werde es Gucklöcher geben. Der Ertrag pro Quadratmeter in einer solchen vertikalen Farm ist um ein Mehrfaches höher als in der herkömmlichen Landwirtschaft.

Mit Yasai habe man „eine innovative und nachhaltige Nutzung für das Hallengebäude im Lymhof gefunden“, wird Martin Geistlich zitiert, Geschäftsführer der Arealeigentümerin Geistlich Immobilia. „Ich stelle mir ein buntes, belebtes Stück Quartier vor“, wird Ladina Esslinger zitiert, Leiterin Entwicklung bei Geistlich Immobilia. „Wir möchten einen urbanen Ort schaffen, aber keinen Ableger von Zürich, sondern ein Quartierstück, das die vorhandenen Bedürfnisse aufnimmt und zu Schlieren passt.“ gba 

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