Vergütung von Schweizer CEOs steigt wieder
21 August 2025 14:51
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(CONNECT) Die Ethos Stiftung für nachhaltige Entwicklung hat in einer Studie gezeigt, dass die Vergütungen der Schweizer CEOs von kotierten Unternehmen wieder ansteigen. Von 2014 bis zu den COVID-Jahren hatten sie sich eher nach unten bewegt, heisst es dazu auch in einer Medienmitteilung. 2024 lagen sie ungefähr wieder gleich hoch wie zehn Jahre zuvor. Das Durchschnittssalär eines SMI-CEOs betrug im vergangenen Jahr 8,3 Millionen Franken und ist gegenüber dem Vorjahr um 7,4 gestiegen.
Damit liegen die Durchschnittssaläre für CEOs der grössten kotierten Unternehmen der Schweiz im kontinentaleuropäischen Vergleich an der Spitze. International positionieren sie sich hinter jenen der USA, Kanadas und Grossbritanniens.
CEOs einer mittelgrossen Gesellschaft verdienten 2024 im Durchschnitt 4,3 Millionen Franken. Bei ihnen lag der Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei 37 Prozent. CEOs der 135 noch kleineren Unternehmen verdienten durchschnittlich 1,5 Millionen Franken. Das bedeutete einen Anstieg um 5,5 Prozent gegenüber 2023.
Während bei Generalversammlungen die mittlere Zustimmung aller Traktanden bei 95,2 Prozent lag, kam die durchschnittliche Zustimmung zum Vergütungsbericht bei jenen 155 SPI-Unternehmen, die bislang eine solche Konsultativabstimmung durchgeführt haben, auf 86,9 Prozent. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,8 Prozentpunkten. Bei den SMI-Unternehmen kletterte die Zustimmung von 82,3 auf 89 Prozent.
Als langfristig orientierte Aktionärin hat Ethos den Angaben zufolge seit Jahresbeginn je 60 Prozent der Vergütungsberichte abgelehnt, weil sie bezüglich der Transparenz nicht den Richtlinien der Stiftung entsprachen. „Durch die Veröffentlichung, Erläuterung und angemessene Begründung dieser Vergütungen können die Unternehmen nicht nur Kritik, sondern auch die Gegenstimmen des Aktionariats an der Generalversammlung verringern.“ ce/mm