Die Mitgründenden von IMAI: CEO Francesca Catto, COO Robert Axelrod und CTO Sascha Brun. Bild: Venture Kick

Venture Kick fördert IMAI für verbesserte Krebsdiagnose

18 Juni 2024 12:56

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Schlieren ZH - Der Start-up-Förderer Venture Kick unterstützt das Team von IMAI rund um CEO Francesca Catto aus Schlieren mit 150‘000 Franken. Das Geld dient zur Optimierung eines Hardware-Prototyps für die Bildanalyse bei der Krebsdiagnose.

Das Medtech-Start-up IMAI hat eine Investition von 150‘000 Franken von Venture Kick aus Schlieren erhalten, um die Pathologie in die digitale 3D-Welt zu überführen. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat sich laut einer Mitteilung zum Ziel gesetzt, die Krebsdiagnose zu revolutionieren, indem sie  Informationsverluste, falsch-negative Ergebnisse und hohe Gesundheitskosten reduziert.

Das IMAI-Team unter der Leitung der Mitbegründer Francesca Catto (CEO), Robert Axelrod (COO) und Sascha Brun (CTO) hat eine automatisierte Plattform entwickelt, die eine schnelle Gewebeverarbeitung, Markierung zur Krebserkennung und fortschrittliche Software für Zellzählung, Krebsmasse-Messung und 3D-Visualisierung ermöglicht.

Krebs verursacht jedes Jahr Millionen von Todesfällen. Bei der herkömmlichen Methode zum Nachweis von Krebs werden dünne Gewebeschnitte untersucht. Da nur ein kleiner Teil des Gewebes analysiert wird, besteht ein hohes Risiko für falsch-negative Ergebnisse. Mit seinem neuartigen Ansatz, der Biomedizin und Maschinenbau kombiniert, möchte IMAI Ärzten die Möglichkeit geben, digitale und 3D-Histopathologie zu nutzen und die Diagnosegenauigkeit zu erhöhen.

IMAI wird die 150‘000 Franken von Venture Kick nutzen, um die Fähigkeiten des Hardware-Prototyps zu erweitern, Kunden zu gewinnen, das Geschäftsmodell weiter zu validieren und die Künstliche Intelligenz-Funktionen für die Bildanalyse-Software zu optimieren, heisst es in der Mitteilung. In der ersten Phase plant IMAI bis 2028, insgesamt 125 biomedizinische Forschungslaboratorien weltweit anzusprechen.

Der weltweite Markt für Histologie und Zytologie wird auf 16 Milliarden Dollar geschätzt, mit einem projizierten Wachstum von jährlich 15 Prozent von 2023 bis 2030. ce/gba 

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