UZH forscht an Regeneration von Rückenmark

13 Mai 2026 10:24

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Zürich - Forschende der Universität Zürich (UZH) und der Universitätsklinik Balgrist forschen an der Regeneration von verletztem Rückenmark. Ihre Untersuchungen zeigen, dass sich mit dem Einsatz von Antikörpern neue Nervenfasern bilden und funktionelle Verbindungen herstellen lassen.

(CONNECT) Forschende der Universität Zürich (UZH) und der Universitätsklinik Balgrist arbeiten am Einsatz von Antikörpern, mit deren Hilfe sich verletztes Rückenmark regenerieren lässt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Demnach zeigt sich, dass sich durch die Verwendung von Antikörpern vom Typ NG101 neue Nervenfasern bilden können.

Diese Antikörper wurden bereits vor 30 Jahren an der UZH entdeckt. Die Antikörper richten sich gegen das Protein Nogo-A, das bei einer akuten Verletzung des Rückenmarks verhindert, dass sich geschädigte Nervenfasern regenerieren. Indem NG101 das Protein Nogo-A, das sich in den Hüllen von Nervenfasern im Rückenmark und Gehirn befindet, blockiert, können sich neue Nervenfasern ausbilden. Diese können wiederum neue funktionale Verbindungen zu Arm-, Hand- und Beinnerven aufbauen. „Mithilfe moderner bildgebender Verfahren konnten wir in der neuen Studie direkt im Rückenmark nachweisen, wie die Antikörpertherapie wirkt“, wird Patrick Freund, UZH-Professor und Leiter des Zentrums für Paraplegie an der Universitätsklinik Balgrist, in der Mitteilung zitiert.

Die Forschenden erhoffen sich von den Studienergebnissen, Verletzungen des Rückenmarks, die zu Tetra- und Paraplegien führen können, zu heilen und die körperliche Selbstständigkeit der Patienten wiederherzustellen. „Verbliebene und nachwachsende Nervenfasern können so wieder neue Verbindungen zu den Rückenmarkszentren der Hand-, Arm- und Beinnerven finden. Und diese sind entscheidend dafür, dass Signale vom Gehirn wieder die Muskeln erreichen können“, so Freund. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications publiziert. ce/ww

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