Universitäts-Kinderspital Zürich arbeitet an Optimierung von Leukämietherapien
08 Juli 2026 13:01
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(CONNECT) Forschende des Universitäts-Kinderspitals Zürich arbeiten daran, die Kombination von Wirkstoffen bei der Behandlung akuter lymphoblastischer Leukämie bei Kindern individuell zu optimieren. Dafür hat eine Gruppe von Forschenden des Spitals um Fabio Steffen, Leiter der Abteilung Funktionelle Präzisionsonkologie, von 2016 bis 2023 eine umfangreiche Studie mit Daten von 340 Patienten und Patientinnen in 17 europäischen Ländern durchgeführt, informiert die Universität Zürich in einer Mitteilung. Bei Durchführung und Auswertung der Studie setzten die Forschenden computergestützte Verfahren wie maschinelles Lernen in Kombination mit moderner Labortechnologie ein.
Entstanden sind rund 135'000 Einzeldaten. Aus der Auswertung der Mikroskopiebilder von Krebszellen mithilfe Künstlicher Intelligenz können die Forschenden mittlerweile erste Erfolge vorweisen. Ihr sogenanntes Drug Response Profiling (DRP) zeigt grossformatig auf, ob und wie die verschiedenen Wirkstoffkombinationen jeweils wirken.
In rund zwei Drittel der Fälle hätten die Patientinnen und Patienten auf eine DRP-basierte Therapie angesprochen, heisst es in der Mitteilung. „Diese Rate ist bei dieser sehr resistenten Erkrankung als Erfolg zu werten“, meint Steffen. Der Forscher warnt zwar vor voreiligen Schlüssen. Für einzelne Medikamente seien aber „dank des Drug Response Profiling erste Anzeichen für einen tatsächlich verbesserten klinischen Nutzen“ zu erkennen. Das Spital setzt das DRP-Verfahren nun auch bei anderen Krebserkrankungen ein, etwa bei Hirn- oder Knochentumoren. ce/hs
