TIDIT untersucht digitale Transformation in der Ostschweiz
03 März 2026 14:34
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(CONNECT) Der Reifegrad für digitale Transformation und Künstliche Intelligenz (KI) ist in Ostschweizer Unternehmen hoch. Allerdings zeigen Zahlen des vom Thurgauer Institut für digitale Transformation (TIDIT) erarbeiteten Digitalisierungs- und KI-Barometers Ostschweiz 2025 strukturelle Hürden und Kompetenzlücken beim Einsatz von digitalen Technologien.
Mit der von TIDIT in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern Thurgau und St.Gallen-Appenzell erarbeiteten Studie liegen laut einer Mitteilung empirische Zahlen zum Stand der digitalen Transformation in Ostschweizer Unternehmen vor. Zu den wesentlichen Ergebnissen zähle eine insgesamt hohe Digitalisierungaktivität. „Die digitale Transformation und der Einsatz von KI sind im Unternehmensalltag angekommen, schneller, als Strategien, Kompetenzen und Governance-Strukturen nachziehen können“, wird TIDIT-CEO Caroline Obolensky zitiert. So würden 84 Prozent der befragten Unternehmen bereite generative KI nutzen, ein Viertel davon sogar in grösserem Umfang. Aber nur 44 Prozent bieten auch KI- und Digital-Weiterbildungen an, lediglich 19 Prozent zum Thema KI-Ethik. Nur insgesamt 23 Prozent der befragten Firmen halten sich bei der Analyse grosser Datenmengen für „schlecht aufgestellt".
Um zu zeigen, wie sich Digitalität in der Ostschweiz konkret im Unternehmensalltag widerspiegelt und wo Potenziale ungenutzt bleiben, hat das An-Institut der Universität Konstanz sowie der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) zwischen dem 5. November 2025 und 12. Dezember 2025 für die Erhebung 2142 Unternehmen in der Ostschweiz einbezogen. Rund 8 Prozent hätten sich an der Studie beteiligt, der Grossteil von ihnen seien digital aktive Unternehmen. Weiter heisst es, die stärkste Unterstützung bei der digitalen Transformation komme in der Ostschweiz von der obersten Führungsebene.
Bei 95 Prozent der Teilnehmenden KMU seien digitalisierte Produkte, Prozesse uns Services im Unternehmensalltag verankert. „Das ist Champion-Niveau. Die Ergebnisse stehen damit nicht für den Durchschnitt, sondern für eine überdurchschnittliche digitale aktive Teilgruppe“, heisst es. CEO Obolensky betont, die Studie sei als Startpunkt für eine langfristige Beobachtung gedacht.
Die Ergebnisse werden am 11. Mai 2026 bei einer Veranstaltung auf dem I+D Campus in Kreuzlingen diskutiert, an dem das TIDIT angesiedelt ist. Eine Anmeldung mit Registrierung wird benötigt. ce/heg
