Tech-Industrie durchlebt Durststrecke

29 February 2024 14:46

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Zürich - Auftragseingänge und Exporte der Tech-Industrie sind 2023 deutlich gesunken. Fast vier von zehn Unternehmen der Branche gehen von weiter sinkenden Aufträgen im laufenden Jahr aus. Dies zeigte eine Erhebung des Branchenverbands Swissmem.

Die Auftragseingänge der Unternehmen in Maschinenbau, Elektro- und Metallindustrie sowie weiterer Technologiebranchen (Tech-Industrie) sind 2023 um 8,4 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr, informiert Swissmem in einer Mitteilung. Die Exporte gingen im Jahresvergleich um 2,6 Prozent zurück. Dabei hätten sich alle wichtigen Absatzregionen negativ entwickelt, schreibt der Branchenverband. Lediglich wenige Regionen, darunter Indien und China, schwammen im vierten Quartal 2023 gegen den Trend.

Den Entwicklungen im laufenden Jahr blicken die Mitgliedsunternehmen von Swissmem mit gemischten Gefühlen entgegen. Fast vier von zehn Firmen gehen von weiter sinkenden Aufträgen aus. Knapp drei von zehn Firmen rechnen dagegen mit steigenden Aufträgen aus dem Ausland. Wachstumsimpulse werden vor allem aus Indien, China, Deutschland und den USA erwartet.

„Der Rückgang bei den Auftragseingängen hat sich im vierten Quartal 2023 abgeschwächt“, wird Martin Hirzel, Präsident Swissmem, in der Mitteilung zitiert. „Zusammen mit dem leicht positiven Trend bei den Einkaufsmanagerindices und den jüngsten Korrekturen bei der Währung schürt dies die Hoffnung, dass die Talsohle des Abschwungs Mitte dieses Jahres erreicht sein könnte, wenn sich diese Entwicklungen fortsetzen.“ Gleichzeitig warnt Hirzel davor, dass eine neue Aufwertung des Franken oder geopolitische Ereignisse „die Abwärtsspirale umgehend wieder verstärken“ könnten. ce/hs

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