An der Generalversammlung am 12. März will der Verwaltungsrat der Limmatstadt AG die Existenzfrage stellen: v.l. Josef Bütler, Franziska Schoop-Zandonella, Peter Rauch, Jörg Krummenacher, Erika Fries, Balz Halter. Bild: zVg/Limmatstadt AG

Strategie für Regionalentwicklung Limmattal ist gescheitert

17 January 2024 12:10

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Limmatstadt - Ein Versuch der Limmatstadt AG zur Bildung einer öffentlich-privaten Partnerschaft für das Limmattal ist gescheitert. In Konsequenz zieht sich Balz Halter aus der Organisation Limmatstadt AG zurück. An der öffentlichen Generalversammlung am 12. März wird die Existenzfrage gestellt.

Die Limmatstadt AG stellt die Existenzfrage. „Ein gemeinsamer Strategieprozess der privatwirtschaftlichen Limmatstadt AG und des öffentlich finanzierten Vereins Regionale 2025 zur Bündelung der Kräfte in einer geeinten Organisation für Regionalentwicklung im Sinne einer öffentlich-privaten Partnerschaft ab 2026 ist gescheitert“, erläutert die Standortförderung in einer Mitteilung. Sie hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe des Vereins eine Strategie für die Zusammenführung beider Organisationen zur  Wahrnehmung sinnvoller und notwendiger Aufgaben im Interesse des Limmattals erarbeitet.

Auf einer Vorstandssitzung von Regionale 2025 wurde das Strategiepapier allerdings abgelehnt. „Die negativen Rückmeldungen zu den Inhalten und der Struktur lassen darauf schliessen, dass eine Organisation in der gemeinsam erarbeiteten Form seitens der öffentlichen Hand nicht angestrebt wird“, schreibt die Limmatstadt AG. Sie nimmt die Reaktion „mit Konsternation zur Kenntnis“ und wird das Strategieprojekt nicht weiter verfolgen.

Darüber hinaus wird sich ihr Verwaltungsratspräsident Balz Halter an der vorgezogenen Generalversammlung am 12. März aus der Limmatstadt AG zurückziehen. Er werde aber das vorhandene strukturelle Defizit der Standortförderung bis Ende 2024 decken, heisst es in der Mitteilung.

An der öffentlichen Generalversammlung am 12. März will die Limmatstadt AG die Situation und das gescheiterte Strategieprojekt erläutern. Auch soll eine Diskussion lanciert werden, ob die Region einen Nutzen in einer gemeinsamen Standortförderung sieht und bereit ist, die entsprechenden Kosten zu tragen. ce/hs

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